So munter trieben's die Männer am Herrentag

Dresden - Mit Schirm, Charme und Mundschutz! Sachsens Herren zelebrierten den diesjährigen Männertag trotz Pandemie fröhlich und vergnügt. Die Wirte und ihre fleißigen Mitarbeiter in Biergärten und Cafés agierten als "systemrelevante Helden". Und alles lief friedlich ab.

Herrentag mit Pferdestaffel. Am Elbufer patrouillierte die Polizei hoch zu Ross.
Herrentag mit Pferdestaffel. Am Elbufer patrouillierte die Polizei hoch zu Ross.  © dpa-Zentralbild/ Robert Michael

"Das Konzept geht auf", freute sich Jens Bauermeister vom "Fährgarten Johannstadt". 

Der zusätzliche Grill und der weitere Bierwagen lohnten sich. 

"Es gibt nie lange Schlangen, keiner kommt dem anderen ins Gehege. Es geht hier echt gemütlich ab", so der Wirt.

Und es brummte aller Orten schon ab dem Vormittag: "Die Leute wollen raus, das Wetter ist schön. Da ist doch alles gut", fasste Thomas Jacob vom Schillergarten zusammen. 

Auch hier fuhr die Polizei zwar vor, um nach dem Rechten zu sehen, konnte aber - wie fast überall - weiterziehen, ohne eingreifen zu müssen. 

Denn Sicherheitsabstand wurde immer gewahrt.

Mindestabstand sogar auf dem Sattel eingehalten. Das Herrentags-Tandem von Roland (32, l.) und Jens (32) ist eindeutig "coronatauglich".
Mindestabstand sogar auf dem Sattel eingehalten. Das Herrentags-Tandem von Roland (32, l.) und Jens (32) ist eindeutig "coronatauglich".  © Thomas Türpe
Statt dröhnender Bühnenprogramme gab es individuelle Musikeinlagen: Robert (27) spielte für seine Freunde Vanessa (25), Peter (27) und Anthony (27) auf der Klampfe. Hernach sammelte der Trupp sogar noch Müll von den Elbwiesen auf.
Statt dröhnender Bühnenprogramme gab es individuelle Musikeinlagen: Robert (27) spielte für seine Freunde Vanessa (25), Peter (27) und Anthony (27) auf der Klampfe. Hernach sammelte der Trupp sogar noch Müll von den Elbwiesen auf.  © Thomas Türpe

Der Herrentag 2020 verlief ruhiger ab

Tonnenweise Spaß: Diese Truppe fröhlicher Männer hatte Proviant, Grill und Musik in umgebauten Tonnen dabei.
Tonnenweise Spaß: Diese Truppe fröhlicher Männer hatte Proviant, Grill und Musik in umgebauten Tonnen dabei.  © Ove Landgraf

Auch ohne Kneipe: Roland Heidrich (32) und Jens Köhler (32) bauten sich vor Jahren ein eigenes Herrentags-Tandem. "Der Abstand zwischen Vorder- und Hintermann ist fast 1,70", grinste Roland. "Das ist optimal."

Noch besser: Zwischen den Radlern ist der Gerstensaft gelagert, heckseitig die Musikanlage montiert.

So rollten diese Herren an der Elbe entlang.

Wer nicht radelte, lag, meist samt Familie, auf Picknickdecken, genoss die Flusslandschaft und mitgebrachte Snacks.

Auch durch die City tummelten sich die Dresdner.

So waren alle 70 Plätze im "T1", dem Bistro-Cafe im Pförtnerhäuschen im Kraftwerk Mitte besetzt.

"Wer sonst in Operette und Theater geht, sitzt jetzt hier bei einem Gläschen Wein", freute sich Wirt Rene Kuhnt.

Und so erlebte die Landeshauptstadt einen etwas anderen, aber gemütlichen Herrentag 2020.

Titelfoto: dpa-Zentralbild/ Robert Michael

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0