Sozialwohnungen in der Neustadt? Streit um Putzi-Areal im Stadtrat

Dresden - Der Streit um das Putzi-Areal in der Dresdner Neustadt wird im Stadtrat entschieden. Dort könnte am Donnerstag der Beschluss fallen, dass 30 Prozent aller Wohnungen Sozialwohnungen werden, eine der "Putzi-Villen" könnte zum selbst verwalteten Wohnprojekt werden.

Die Besetzung der "Putzi-Villen" beschäftigte Dresden über Wochen. Der ursächliche Streit landet jetzt im Stadtrat.
Die Besetzung der "Putzi-Villen" beschäftigte Dresden über Wochen. Der ursächliche Streit landet jetzt im Stadtrat.  © Tino Plunert

Seit Sommer 2019 kämpfen die Grünen darum, das Gelände der "Dental Kosmetik" (DDR-Kultzahncreme "Putzi") in ein Wohngebiet zu verwandeln. Für die Firma könnte das einen Umzug zur Folge haben. 

Durch die Besetzung der leer stehenden "Putzi-Villen" im Januar rückte das Thema in den Fokus.

Jetzt steht eine wichtige Abstimmung im Stadtrat bevor. Grüne, Linke, SPD, Piraten und Die PARTEI haben sich darauf geeinigt, auf dem "Putzi-Areal", hinter der Post sowie zwischen Theresienstraße und Albertstraße Mietwohnungsbau mit viel Grün zu planen. 

Notfalls sollen Flächen gekauft werden. Im Bauausschuss fehlte noch die Mehrheit. "Die politische Rechte, FDP und CDU, verhindern dringend notwendigen, mietgünstigen Wohnraum", ärgerte sich Grünen-Rat Johannes Lichdi (56).

Die Abstimmung im Rat ist offen, keine Seite hat eine Mehrheit. Doch eine Einigung scheint möglich. 

CDU-Vizechef Peter Krüger (59): "Wir wollen nicht blockieren. Dresden braucht den sozialen Wohnungsbau. Die WiD ist zu langsam. Wir wollen den Eigentümern aber die unternehmerische Freiheit lassen, selber die Gebiete zu entwickeln."

Titelfoto: Tino Plunert

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