Spannung am Wahlsonntag: 3,3 Millionen Sachsen können heute ihre Stimme abgeben

Dresden - Rund 3,3 Millionen Menschen in Sachsen sind am Sonntag zur Wahl des Deutschen Bundestages aufgerufen. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr und bleiben bis 18 Uhr geöffnet.

Rund 3,3 Millionen Wahlberechtigte sind am Sonntag aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben.
Rund 3,3 Millionen Wahlberechtigte sind am Sonntag aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben.  © Patrick Pleul/dpa

Wegen der Corona-Pandemie müssen im Wahllokal Masken getragen werden. Die 3G-Regel wird an diesem Tag beim Wählen allerdings ausgesetzt. Damit erhalten auch Menschen einen Zutritt, die nicht genesen, geimpft oder getestet sind. Auf die Kontaktnachverfolgung wird verzichtet.

Tausende Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sind am Sonntag im Einsatz. Vielerorts hatte sich bereits ein großer Zuspruch für die Briefwahl abgezeichnet. Die Stadt Dresden wies in ihrer amtlichen Wahlbenachrichtigung darauf hin, dass die Wähler einen eigenen Stift mit blauer Mine zur Wahl mitbringen sollen.

In 16 Wahlkreisen können die Sachsen ihre Stimme abgeben. Landesweit sind rund 126.000 Menschen erstmals zur Bundestagswahl berechtigt.

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Bei der Wahl 2017 hatte sich die AfD ganz knapp gegen die in Sachsen erfolgsverwöhnte CDU durchsetzen können. Die AfD bekam damals 27 Prozent der Zweitstimmen, die Christdemokraten 26,9 Prozent.

Dahinter rangierten die Linken (16,1 Prozent), die SPD (10,5), die FDP (8,2) und die Grünen (4,6). Die Wahlbeteiligung lag bei 74,4 Prozent.

Enges Rennen um Direktmandate

Auch dieses Mal werden der AfD Chancen auf einen Sieg im Freistaat eingeräumt. Eine Woche vor der Bundestagswahl kam die AfD in einer Insa-Umfrage auf 26 Prozent. Die CDU landete weit abgeschlagen und auf Augenhöhe mit der SPD bei 18 Prozent. Die Linken erreichten ebenso wie die FDP elf Prozent, die Grünen acht Prozent.

Der Landeswahlausschuss hat für die Bundestagswahl 22 Parteien mit Landeslisten zugelassen. In einigen Wahlkreisen wird mit einem engen Rennen um Direktmandate gerechnet. So hat sich im Wahlkreis Dresden I die frühere Linke-Bundesvorsitzende Katja Kipping (43) mit AfD-Rechtsaußen Jens Maier (59) auseinanderzusetzen.

AfD-Bundeschef Tino Chrupalla (46) will in Görlitz sein Direktmandat verteidigen, das er vor vier Jahren dem heutigen sächsischen Regierungschef Michael Kretschmer (46, CDU) abnahm.

2017 hatte die CDU zwölf der 16 Direktmandate gewonnen, die AfD drei und die Linken eins.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa

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