Bischofswerdaer FV 08 wechselt den Trainer - und die Liga?

Bischofswerda - Der Coach hört auf! Erik Schmidt (41) wird den Bischofswerdaer FV 08 in der kommenden Saison wegen beruflicher und familiärer Veränderungen nicht mehr trainieren.

Frank Rietschel (50) übernimmt zur kommenden Saison das Traineramt beim Bischofswerdaer FV 08.
Frank Rietschel (50) übernimmt zur kommenden Saison das Traineramt beim Bischofswerdaer FV 08.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das gab der Verein am Samstag auf seiner Website bekannt. Schmidt und der Klub einigten sich in "beiderseitigem Interesse" auf die Beendigung der Zusammenarbeit - zumindest im Trainerbereich.

Denn: "Ob Erik Schmidt dem Verein mit seinem Fachwissen und seiner Kompetenz auf einer anderen Position erhalten bleibt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen", erklärte der BFV.

Der hat mit Frank Rietschel (50) vom SV Einheit Kamenz bereits einen Nachfolger gefunden. Er war einst Spieler des FC Sachsen Leipzig (heute BSG Chemie) sowie FC Erzgebirge Aue und übernimmt zur neuen Saison das Ruder.

Rietschel ist in Bischofswerda kein Unbekannter, spielte er doch bis 1993 selbst für den BFV 08. Er stand in den vergangenen Jahren für Konstanz und war seit Sommer 2013 Kamenz-Coach, trainierte den Verein in der Landesliga Sachsen und auch eine Saison in der NOFV-Oberliga Süd (2017/18), wo er den Klassenerhalt mit seiner Mannschaft allerdings verpasste.

In der Relegation unterlag man dem Berliner Vertreter CFC Hertha 06 denkbar knapp (1:3/2:1).

Der Bischofswerdaer FV 08 konnte in der Regionalliga Nordost zuletzt nicht mehr mithalten

Erik Schmidt (41) beendet seine Trainertätigkeit beim BFV 08 aufgrund beruflicher und privater Veränderungen.
Erik Schmidt (41) beendet seine Trainertätigkeit beim BFV 08 aufgrund beruflicher und privater Veränderungen.  © Picture Point/Gabor Krieg

In welcher Liga er Bischofswerda in der nächsten Saison coacht, ist noch nicht klar. Das sei "weiterhin ungeklärt", wie der Verein bekannt gab. Wann genau die Spielklasse des BFV feststeht, ist erstmal noch offen.

Klar ist, dass die finanziellen Mittel weiterhin begrenzt sind und die Regionalliga Nordost sportlich eine Nummer zu groß war. Das belegt das Abschneiden in den vergangenen beiden Spielzeiten.

In der abgebrochenen Saison 2020/21 gewann Bischofswerda zwar (überraschend) die ersten beiden Spiele, punktete in den folgenden zehn Partien aber nur noch einmal und steht mit sieben Zählern aus zwölf Begegnungen sowie einem Torverhältnis von 12:30 auf dem 20. und damit letzten Tabellenplatz.

Das sah auch 2019/20 nicht besser aus. Aus 21 Spielen holte der BFV lediglich elf Punkte. Auch das Torverhältnis von 16:53 belegte, dass man in der Regionalliga nicht ganz mithalten kann.

Hinzukamen spielerisch dürftige Leistungen, eine anfällige Defensive und eine Offensive, der es an Durchschlagskraft auf diesem Niveau mangelte. Fehlenden Einsatz konnte man der Mannschaft hingegen nur selten vorwerfen, es war eher eine Frage der Klasse, die in dieser Liga meistens Geld kostet.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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