Dresdner Fußball trauert: Elvir Jugo stirbt nach monatelangem Kampf gegen den Krebs!

Dresden - Traurige Nachrichten für die Dresdner Fußball-Familie. Ex-Spieler und Trainer Elvir Jugo (†42) ist in der Nacht zu Donnerstag nach monatelangem Kampf gegen den Krebs verstorben.

Elvir Jugo (†42) hat den Kampf gegen den Krebs verloren.
Elvir Jugo (†42) hat den Kampf gegen den Krebs verloren.  © Screenshot/Facebook SC Borea Dresden

Das bestätigte am Donnerstagvormittag sein Verein SC Borea Dresden, in einem emotionalen Abschieds-Posting auf Facebook.

"In unendlicher Trauer teilen wir Euch mit, dass unser Sportdirektor und Freund Elvir Jugo in der vergangenen Nacht an den Folgen seiner schweren Krebserkrankung verstorben ist", schreibt der Klub.

"Die Welt verliert einen einfach nur fantastischen Menschen und Sportsmann. Dankbar für alles, was wir gemeinsam erlebt und aufgebaut haben, nehmen wir nun Abschied. Unsere Herzen und Gedanken sind jetzt bei seiner wunderbaren Familie", so weiter.

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Jugo, welcher seit Monaten gegen den Magenkrebs kämpfte, hinterlässt neben seiner Frau Katrin auch die vier Söhne Jamal, Malik, Kemal und Adel.

Nachdem es im Frühjahr so aussah, als könne er den größten Kampf abseits des Fußballplatzes für sich entscheiden, folgt nun die traurige Nachricht, dass ihm dies doch nicht gelungen ist.

Elvir Jugo machte sich insbesondere im Dresdner Fußball einen Namen

Elvir Jugo arbeitete nach seiner aktiven Fußballer-Laufbahn unter anderem als Trainer beim VfL Pirna-Copitz.
Elvir Jugo arbeitete nach seiner aktiven Fußballer-Laufbahn unter anderem als Trainer beim VfL Pirna-Copitz.  © Picture Point/Roger Petzsche

Seit Monaten erhielt er mentale Unterstützung von den zahlreichen Weggefährten, gerade auch aus dem Bereich Fußball.

Die SG Dynamo Dresden spendete 1000 Euro für die Kosten der Therapie.

Insgesamt kamen über 45.000 Euro über die Spendenplattform betterplace.me zusammen. Der Zusammenhalt und die Anteilnahme der Dresdner Sportgemeinde war und ist überwältigend.

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Vor knapp 27 Jahren kam Jugo mit seiner Familie aus Jugoslawien nach Deutschland, floh dort vor dem Krieg.

Im Fußball machte er sich zunächst als Spieler beim FV Dresden-Nord (heute SC Borea Dresden) sowie dem FC Oberlausitz Neugersdorf, dem NFV Gelb-Weiß Görlitz und dem VfL Pirna-Copitz einen Namen.

2013 beendete er nach 305 Oberliga- und Landesligaspielen seine Karriere und war fortan zunächst als Trainer in Pirna und anschließend in mehreren Funktionen beim SC Borea aktiv.

Der Familie, den Freunden und Hinterbliebenen wünschen wir viel Kraft in diesen schweren Stunden.

Titelfoto: Screenshot/Facebook SC Borea Dresden

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