Dresdner Wasserspringer Wolfram beendet seine Karriere

Dresden - Wasserspringer Martin Wolfram vom Dresdner SC beendet seine Karriere. Das gab der 30-Jährige einen Tag vor Beginn der Deutschen Meisterschaft in Berlin bei einem Pressegespräch in der Halle seines Dresdner Heimatvereins bekannt.

Martin Wolfram (30) sagt dem Wasserspringen als Aktiver "Tschüss".
Martin Wolfram (30) sagt dem Wasserspringen als Aktiver "Tschüss".  © Lutz Hentschel

"Es war hart, aber es ist schön, dass ich jetzt die Entscheidung für mich selbst treffen konnte und nicht mein Körper das Stoppzeichen setzt. Ich bin bereit dafür, weil es gute Gründe gibt", erklärte der dreimalige Olympia-Teilnehmer.

Im vergangenen Jahr hatte er bei den Spielen in Tokio nach zahlreichen Verletzungsproblemen vom Dreimeterbrett den siebenten Platz belegt. Wenige Wochen zuvor gelang ihm der erste Weltcup-Sieg seiner Laufbahn und eine Woche später bestätigte er die Leistung mit EM-Bronze.

Zu Beginn seiner Laufbahn war der Schützling von Boris Rozenberg Turmspringer, erkämpfte 2012 bei Olympia in London trotz einer ausgekugelten Schulter Rang acht, wurde 2015 in Rostock Europameister.

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Durch insgesamt vier Schulter-Operationen wurde er immer wieder zurückgeworfen, kämpfte sich jedoch stets zurück. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio holte Wolfram trotz einer erneut lädierten Schulter vom Turm Rang fünf. Danach wechselte er zum Brettspringen, weil seine Gesundheit der Belastung vom Turm nicht mehr standhielt.

Auf einer Pressekonferenz gab er am Dienstag seine Entscheidung bekannt.
Auf einer Pressekonferenz gab er am Dienstag seine Entscheidung bekannt.  © Lutz Hentschel

Martin Wolfram hat für die Zukunft bereits alles geregelt

"Ich weiß, dass ich das Niveau von 2021 nicht wieder erreichen kann. Das war der Peak. Und so einfach rumspringen möchte ich nicht", sagte Wolfram, der inzwischen schon alles für seine Karriere nach der sportlichen Laufbahn geregelt hat und in den Trainerberuf wechseln will.

Derzeit betreut er bereits eine Trainingsgruppe von acht Talenten, hat seine Trainerscheine gemacht und startete letztes Jahr sein Studium an der Trainerakademie in Köln.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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