Stadtrat streitet um Dynamo-Kohle

Dresden - Ohne Millionenzuschuss aus dem Rathaus kann Dynamo sich die Stadionmiete kaum leisten. Doch weil rechtliche Bedenken bestehen, zahlt Dresden den Zuschuss regelmäßig nur nach neuem Rats-Beschluss. Anfang des Jahres ging dies fast schief, das Geld drohte zu spät zu fließen. Dynamo-Fans starteten eine Petition. Weil mehr als 10.000 Menschen zustimmen, war die Zahlung Freitag Thema im Rat.

Sportbürgermeister Peter Lames (57, SPD).
Sportbürgermeister Peter Lames (57, SPD).  © Holm Helis

"Dynamo ist durch die Vertragssituation ohne regelmäßige Zuschüsse außer in der ersten Liga nicht überlebensfähig. Wenn kein Automatismus möglich ist, müssen Varianten besprochen und gesichert werden", sagte Petent Michael Walter (60) am Freitag im Rat.

Zudem würde der Zuschuss (jährlich 1,5 Millionen Euro) gerne mit unsachlichen Forderungen an Dynamo verbunden.

Sportbürgermeister Peter Lames (57, SPD) machte wenig Hoffnung auf eine "große Lösung".

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Das EU-Beihilferecht gäbe dies nicht her.

Lames sicherte jedoch zu, dass die Zuschüsse alle zwei Jahre regelmäßig zum Beschluss vorgelegt werden.

Entsprechende Bestätigungen würden Dynamo ausgestellt.

Kostenlose Menstruationsprodukte bald in Rathäusern, Schulen und Bibliotheken

Dynamo Dresden muss weiter um einen regelmäßigen Zuschuss zur Stadionmiete bangen.
Dynamo Dresden muss weiter um einen regelmäßigen Zuschuss zur Stadionmiete bangen.  © picture alliance/dpa

Freie-Wähler-Chef Jens Genschmar (51) wollte dennoch Gespräche über eine regelmäßige Beihilfe beschließen lassen: "Es wäre ein politisches Zeichen des Rates." Das fand knapp keine Mehrheit.

Mit Blick auf den schwulenfeindlichen Mord im vergangenen Jahr in der Dresdner Altstadt konnte der Rat sich auf Antrag der Linken auf ein Bekenntnis zu Offenheit und Toleranz einigen.

Zudem fließen 50.000 Euro in einen Fonds für Vereine und Projekte gegen Menschenfeindlichkeit.

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Lange und laut wurde darüber diskutiert, ob auf städtischen Toiletten Menstruationsprodukte angeboten werden. Der Rat stimmte mit den Stimmen der linken Ratsseite zu.

So schnell wie möglich muss die Stadt daher in Rathäusern, Schulen und Bibliotheken auf den Toiletten Monatshygiene kostenlos anbieten.

Titelfoto: picture alliance/dpa

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