Stadtrats-Antrag: Dresden soll Moria-Flüchtlinge aufnehmen

Dresden - Wird Dresden nun doch zum "sicheren Hafen" für Flüchtlinge nicht nur aus Moria? Ein neuer Antrag von PARTEI, Piraten und SPD fordert genau das. Am Ende könnte die Stimme von OB Dirk Hilbert (48, FDP) den Ausschlag geben.

Brachte den "Nazinotstand" durch den Stadtrat und will nun Dresden zum "sicheren Hafen" machen: PARTEI-Stadtrat Max Aschenbach (35).
Brachte den "Nazinotstand" durch den Stadtrat und will nun Dresden zum "sicheren Hafen" machen: PARTEI-Stadtrat Max Aschenbach (35).  © Norbert Neumann

Konkret soll sich Dresden gegenüber dem Bund bereit erklären, Geflüchtete über die Verteilungsquote hinaus aufzunehmen. 

Zudem würde sich die Stadt der Initiative "Seebrücke - schafft sichere Häfen" anschließen und sich zur Potsdamer Erklärung "Städte Sicherer Häfen" bekennen.

"Es ist hauptsächlich eine Proklamation, doch die ist völlig überfällig, jede Kommune, jedes Bundesland sollte sich anschließen, wenn noch ein Rest Menschlichkeit da ist", sagt PARTEI-Stadtrat Max Aschenbach (35).

Dem Antrag haben sich fast alle Räte von Grünen und Linken angeschlossen.


Dresden soll Geflüchtete aus Moria aufnehmen, fordert eine Rats-Initiative.
Dresden soll Geflüchtete aus Moria aufnehmen, fordert eine Rats-Initiative.  © Socrates Baltagiannis/dpa

Im Rat käme es somit zum Abstimmungsergebnis-Patt von 35 zu 35 Stimmen. Stimmt Hilbert zu, käme der Antrag durch, Dresden wäre zumindest symbolisch ein "sicherer Hafen". 

Titelfoto: Socrates Baltagiannis/dpa, Norbert Neumann (Montage)

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