Stau-Autobahn A4: Wann startet endlich der Ausbau?

Dresden - Auf der rechten Seite Lkw an Lkw, links schlängeln sich die Autos vorbei: Die A 4 wird immer voller - vor allem Richtung polnische Grenze. Ein Ausbau steht schon länger im Plan des sächsischen Wirtschaftsministeriums. Jetzt fiel der Startschuss für die Planungen.

Steigendes Verkehrsaufkommen: Bei Stau geht auf der A4 nichts mehr. Auch an normalen Tagen ist die rechte Spur komplett von Lastwagen belegt.
Steigendes Verkehrsaufkommen: Bei Stau geht auf der A4 nichts mehr. Auch an normalen Tagen ist die rechte Spur komplett von Lastwagen belegt.  © DPA/Robert Michael

Konkret geht es um mehrere Abschnitte auf einer Gesamtlänge von 86 Kilometern zwischen dem Dreieck Nossen und Bautzen-Ost. Von Nossen aus soll die A 4 bis Dresden-Nord von jetzt sechs auf acht Spuren, von dort bis Bautzen - und perspektivisch bis zur Polen-Grenze - von vier auf sechs Fahrstreifen ausgebaut werden. 

Das Gesamtvolumen des Vorhabens ist gigantisch: fast drei Milliarden Euro.

Derzeit werden die insgesamt 233 Brücken, Stütz- und Lärmschutzwände entlang der Strecke erfasst. Parallel dazu kartieren Fachleute die Tiere und Pflanzen, da die künftige Trasse mehrere geschützte Naturräume queren wird. 

Verkehrsuntersuchungen und -prognosen bis 2040 sollen folgen. Außerdem laufen bereits erste Vermessungsarbeiten und Planungsleistungen für einzelne Streckenabschnitte. 

Dazu gehört eine Variantenuntersuchung für das Autobahndreieck Dresden-Nord. Es muss ebenso wie das Dreieck Nossen umgebaut werden.

Staus auf der A4 sind Alltag

Hat die Aufnahme des Ausbauvorhabens in den Bundesverkehrswegeplan erstritten: Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD).
Hat die Aufnahme des Ausbauvorhabens in den Bundesverkehrswegeplan erstritten: Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD).  © DPA/Robert Michael

Der Bautzner Landrat Michael Harig (59, CDU) befürwortet den Ausbau und meint, der gestiegene Verkehr sei nicht allein durch eine Stärkung des ÖPNV aufzufangen: "Der A 4-Ausbau ist für Unternehmen und Einwohner im Landkreis gleichermaßen wichtig." 

Schon jetzt sind zwischen Nossen und Dresden täglich über 100. 000 Fahrzeuge unterwegs. Gut ein Drittel sind Lkws. Bis Pulsnitz sind es mehr als 67. 000 Fahrzeuge. Wer die Strecken kennt, weiß: Staus gehören zum gewohnten Bild.

"Vor dem Hintergrund der Verbesserung der Erreichbarkeit des ostsächsischen Raumes und zur Unterstützung des Strukturwandels in der Lausitz untermauert der Ausbau unsere Bestrebungen für einen erfolgreichen Strukturwandel" - für Verkehrsminister Martin Dulig (46, SPD) ist der Ausbau gesetzt. 

Für den Ausbau der A 4: Bautzens Landrat Michael Harig (59, CDU).
Für den Ausbau der A 4: Bautzens Landrat Michael Harig (59, CDU).  © Steffen Füssel

Nur der Baubeginn steht noch nicht fest ...

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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