Stau-Chaos auf der Bautzner Straße: Gibt's nun bald eine eigene Busspur?

Dresden - Weil Bautzner Straße und Bautzner Landstraße fertig sein müssen, bevor das Blaue Wunder saniert werden kann, wird mindestens noch ein Jahr unter Hochdruck gebaut. Die Staus sind gigantisch. Da Busse durch Auto-Rambos zusätzlich Zeit verlieren, tüfteln Stadt und DVB jetzt an einer Busspur.

Aktuell müssen Busse in der rechten Spur fahren, stehen dadurch länger im Stau.
Aktuell müssen Busse in der rechten Spur fahren, stehen dadurch länger im Stau.  © Petra Hornig

"Unsere Busse fahren im Tagesverkehr mit Verspätungen von fünf bis sechs Minuten. Im Berufsverkehr wachsen diese auf bis zu 50 Minuten an", so DVB-Sprecher Falk Lösch (55) über die Auswirkungen der Staus auf die Ersatzbusse der Bahnlinie 11. Eine eigene Busspur wäre "überaus sinnvoll". 

Wahrscheinlich könnte mindestens ein Bus und damit über 100.000 Euro eingespart werden.

Der Weg dahin ist noch weit. Die Staus entlang der Baustellen im Bereich zwischen Waldschlößchenbrücke und Ullersdorfer Platz gibt es seit etwa vier Wochen. 

Einige Autofahrer drängeln sich vor

Noch etwa ein Jahr lang wird auf Bautzner- und Bautzner Landstraße gebaut.
Noch etwa ein Jahr lang wird auf Bautzner- und Bautzner Landstraße gebaut.  © Thomas Türpe

Weil vor Ort zumindest eine überbreite Fahrspur zur Verfügung steht, drängten sich einige Autofahrer waghalsig vor, Busse müssen jedoch in der Schlange rollen.

Per Eilantrag im Stadtrat wollte die CDU schnelle Planungen für eine temporäre Busspur beschließen lassen. 

OB Dirk Hilbert (48, FDP) ließ den Antrag mit der Begründung nicht zu, dass er mit Blick auf den Antrag schon entsprechende Prüfungen beauftragt hat. Die DVB bestätigten dies.

Die DVB verlegen auf der Bautzner Straße neue Gleise, damit zukünftig die breiteren Bahnen fahren können.
Die DVB verlegen auf der Bautzner Straße neue Gleise, damit zukünftig die breiteren Bahnen fahren können.  © Thomas Türpe

"Ich sehe nicht ein, dass Busse nicht am Stau vorbeifahren können. Der ÖPNV braucht einen verlässlichen Fahrplan, das bedingt manchmal Privilegien", so die Initiatorin des Antrages, Anke Wagner (38, CDU).

Titelfoto: Petra Hornig

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