Stephan Kühn soll Dresdens neuer Baubürgermeister werden

Dresden - Stephan Kühn (40, Grüne) soll neuer Baubürgermeister werden. Kühn sitzt seit drei Amtszeiten im Bundestag, ist verkehrspolitischer Sprecher, gilt als bekanntester Grüner in Sachsen. Bundesweit ist er der härteste Kritiker von Verkehrsminister Andreas Scheuer (45, CSU). Dennoch stand seine Nominierung auf der Kippe. Kritik bleibt nicht aus.

Dresden hat bald einen neuen Baubürgermeister.
Dresden hat bald einen neuen Baubürgermeister.  © Robert Michael/dpa

Eine parteiinterne Findungskommission hat sich demnach für den Dresdner (zwei Kinder) ausgesprochen. 

Das Rennen sei eng gewesen, ein weiterer "externer" Bewerber war lange Zeit gleichauf. 

Kurz vorher war der Landtagsabgeordnete Thomas Löser (48, Grüne) aus dem Rennen ausgestiegen. 

Auch ihm wurden gute Chancen zugerechnet.

Kühn saß von 2004 bis 2010 im Stadtrat, wechselte dann nach Berlin, wo er teilweise lebte. 

Ganz loslassen konnte er Dresden dabei nie. "Hier lebt meine Familie, meine Freundin arbeitet hier", so Kühn über seine geplante Rückkehr. 

Seine Ziele: "Ich möchte die Verkehrswende und eine klimabewusste Stadtgestaltung voranbringen. Mir sind eine gute Beteiligung und die Stärkung der Baukultur wichtig.“

Aus dem Bundestag ins Rathaus: Stephan Kühn (40, Grüne).
Aus dem Bundestag ins Rathaus: Stephan Kühn (40, Grüne).  © Bundestag
Verlässt Dresden, um in Heidelberg Klimabürgermeister zu werden: Raoul Schmidt-Lamontain (43, Grüne).
Verlässt Dresden, um in Heidelberg Klimabürgermeister zu werden: Raoul Schmidt-Lamontain (43, Grüne).  © Steffen Füssel

Mehrheit für Kühn gilt im Stadtrat als sicher

Wie geht es nun weiter?

Aktuell ist Raoul Schmidt-Lamontain (43, Grüne) noch Baubürgermeister.

Sehr wahrscheinlich wird er jedoch zum Klimabürgermeister in Heidelberg gewählt.

Danach entscheidet der Rat in Dresden. Dort gilt eine Mehrheit für Kühn als sicher.

Grüne, CDU, Linke und SPD haben sich darauf geeinigt.

Die Linke jedoch murrt.

Kritik gibt es am "Berufspolitiker" Kühn und dessen fehlender Erfahrung im Bereich Stadtplanung, Architektur und Ingenieurwesen.

Titelfoto: Robert Michael/dpa; Bundestag

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