Werden Mittel gestrichen? Dresden will bei der Jugendarbeit sparen

Dresden - Der Entwurf der Haushaltssatzung zum Doppelhaushalt 2021/2022 liegt vor. Einsparungen in der Kinder- und Jugendarbeit scheinen kein Tabu zu sein. Gegen die geplanten Kürzungen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit gibt es Widerstand.

Xenia Böhme (29) ist Teamleiterin bei "Outlaw".
Xenia Böhme (29) ist Teamleiterin bei "Outlaw".  © Steffen Füssel

Susa Rühle von "Outlaw", einem freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe, ist empört: "Das ist unverständlich, kurzsichtig und gefährdet die soziale Entwicklung in unserer Stadt. Gerade in diesen unsicheren Zeiten brauchen Kinder und Jugendliche vielfältige Angebote und verlässliche Unterstützung."

Xenia Böhme betreut in der Dresdner Friedrichstadt einen offenen Treff für Kids und Teenager. 

Sie mahnt: "Wenn man bei der offenen Jugendarbeit kürzt, brechen Zufluchtsorte für Kinder weg." Besonders betroffen sind davon Heranwachsende aus prekären Verhältnissen und einkommensschwachen Familien.

Bis einschließlich 14. Oktober 2020 besteht noch die Möglichkeit für jedermann, Einwendungen gegen den Haushaltsplan-Entwurf zu erheben.

Die Einwendungen sind schriftlich an die Landeshauptstadt Dresden, Stadtkämmerei, Postfach 120020 in 01001 Dresden oder per E-Mail an stadtkaemmerei@dresden.de zu richten. 

Der Spielplatz Roßthaler Str./Löbtauer Straße ist beliebt bei Skatern.
Der Spielplatz Roßthaler Str./Löbtauer Straße ist beliebt bei Skatern.  © Steffen Füssel

Achtung: Die Verwaltung berücksichtigt nur Einwände, die namentlich und mit vollständiger Anschrift abgegeben werden. 

Titelfoto: Montage: Steffen Füssel

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