Kita-Kosten trotz Corona hoch: "Nicht zu verstehen, warum Verwaltung nicht reagiert hat"

Dresden - Kulant ist anders. Obwohl Dresdens Kitas seit der Öffnung im Februar coronabedingt nur verkürzt geöffnet haben, sollen die Eltern weiter den vollen Beitrag bezahlen.

Trotz verkürzter Betreuungszeit muss in den städtischen Kitas weiter der volle Beitrag bezahlt werden.
Trotz verkürzter Betreuungszeit muss in den städtischen Kitas weiter der volle Beitrag bezahlt werden.  © picture alliance/dpa

Wer das nicht will, muss den Betreuungsvertrag ändern, was bis zum ersten eines Monats bei der Stadt angezeigt werden muss, damit es im Monat darauf umgesetzt wird.

Weil das viel zu kompliziert ist, will die SPD eine kurzfristige und rückwirkende Änderung ermöglichen und hat dazu einen Antrag eingebracht, über den heute der Stadtrat entscheidet.

"Es ist nicht zu verstehen, warum die Verwaltung hier nicht wieder, wie im Frühjahr 2020, kurzfristig und unbürokratisch reagiert hat", sagt SPD-Fraktionschefin Dana Frohwieser (44).

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Schließlich geht es um lediglich 200 Eltern, die das in Anspruch nehmen wollten.

Dana Frohwieser (44, SPD) will unbürokratische und rückwirkende Änderungen der Betreuungsverträge ermöglichen.
Dana Frohwieser (44, SPD) will unbürokratische und rückwirkende Änderungen der Betreuungsverträge ermöglichen.  © Ove Landgraf

Auch bei Tilo Kießling (50, Linke) ist das Unverständnis groß: "Wenn vereinbarte Betreuungszeiten nicht eingehalten werden können, dann darf die Stadt auch nicht die Hand aufhalten und Gebühren kassieren."

Titelfoto: Ove Landgraf

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