Studie schlägt Alarm! 37.000 junge Sachsen computersüchtig

Dresden - Mit einem neu entwickelten Frühwarnsystem soll eine Mediensucht bei Teenagern schneller erkannt werden. Die Kosten für das Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte übernimmt vorerst nur die Krankenkasse DAK.

Zu lange am Computer oder Handy macht Jugendliche krank. Ein Frühwarnsystem soll dagegen helfen.
Zu lange am Computer oder Handy macht Jugendliche krank. Ein Frühwarnsystem soll dagegen helfen.  © dpa/Lino Mirgeler

Fast alle Kinder daddeln am Computer. Bei jedem achten Kind zwischen zehn und 17 Jahren ist das Ausmaß der täglichen Computerspiele riskant oder gar krankhaft. Das ergab eine Untersuchung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. 

Hochgerechnet auf Sachsen bedeutet das: Rund 37.000 junge Menschen sind gefährdet.

Nun soll ein neues Mediensucht-Screening gegensteuern. Dabei füllen die Teenager einen speziell entwickelten Fragebogen aus. 

Zeigt sich dabei ein auffälliges Ergebnis, folgt eine Beratung und ein Hinweis auf die neu ausgerichtete Online-Anlaufstelle computersuchthilfe.info für Betroffene und ihre Eltern. 

Der Startschuss für das Projekt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fiel in der vergangenen Woche. Die Kosten übernimmt bisher nur die DAK.

Der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Gesundheitsausschuss, Alexander Krauß (44), plädiert indes für ein entsprechendes Angebot aller Krankenkassen. "Je früher eine Sucht erkannt wird, desto besser“, so Krauß.

Titelfoto: dpa/Lino Mirgeler

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0