Trucker-Ansturm auf die Rasthof-Klos: Jetzt kümmert sich Minister Dulig ums Geschäft!

Dresden - Dreckige Klos oder gleich ganz geschlossene Rasthöfe: Fernfahrer beklagen die Folgen der Corona-Krise (TAG24 berichtete). Nun äußert sich das Verkehrsministerium.
Fernfahrer Denny Hennig (31) und seine Kollegen sind sauer: Rastplätze sind vermüllt, Sanitäranlagen dreckig.
Fernfahrer Denny Hennig (31) und seine Kollegen sind sauer: Rastplätze sind vermüllt, Sanitäranlagen dreckig.  © Ralph Kunz

Das Verkehrsministerium stellt klar: "Alle Anlagen in Sachsen, bis auf zwei privat geführte, sind in Betrieb." 

Dafür habe sich Minister Martin Dulig (46, SPD) bereits vor zwei Wochen beim Bund eingesetzt. Der Bund betreibt die "Tank und Rast GmbH".

Essen und Getränke gebe es zum Mitnehmen. Sanitär-Anlagen seien nutzbar, würden weiter gereinigt, auch Unbewirtschaftete. 

Dulig sei mit "Tank und Rast" in ständigem Kontakt. Dicht seien nur die privaten Anlagen "Rabensteiner Wald" (A 4, Richtung Meerane) und "Hansens Holz" (A 14) - der Freistaat habe hier keinen Einfluss. Ebenso wie auf private Autohöfe.

Fernfahrer machen offenbar trotzdem schlechte Erfahrungen. Denny Hennig (31): "Wir haben alle Verständnis, dass nun andere Regeln gelten. Aber gerade die Sanitäranlagen müssen zur Verfügung stehen. Wir müssen uns ja irgendwie schützen."

Für Frauen ist die Situation nicht einfach

So wie hier sehen derzeit viele Toiletten an Rastplätzen aus.
So wie hier sehen derzeit viele Toiletten an Rastplätzen aus.  © Ralph Kunz

Fernfahrerin Kristin Lippert (54): "Die Situation ist gerade für Frauen schwierig. Vor gut anderthalb Wochen waren wegen Corona am Rasthof Vogtland die Toiletten gesperrt, es gab nur Dixiklos. Oft kommen geöffnete Rasthöfe mit der Reinigung kaum nach."

Laut einer Mitarbeiterin der Raststätte Vogtland (A 72) sind Toiletten und Duschen aktuell aber kostenlos. 

Gereinigt werde tagsüber. Nachts komme nun auch eine Kraft - einmal. "Jetzt übernehmen wir das zusätzlich, damit die Fahrer die Sanitäranlagen benutzen können."

Titelfoto: Ralph Kunz

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