Packt dieser Roboter bald auf der Plantage mit an?

Dresden - Die Hege und Pflege von Obstplantagen und Weinkulturen ist ein Knochenjob. Noch! In vier Jahren könnte das Geschichte sein.

Der Elwobot (kurz für Elektrisch betriebener Wein- und Obstbau-Roboter) soll Routinearbeiten in Plantagen wie Bäume schneiden einmal übernehmen.
Der Elwobot (kurz für Elektrisch betriebener Wein- und Obstbau-Roboter) soll Routinearbeiten in Plantagen wie Bäume schneiden einmal übernehmen.  © imago images/imagebroker

Bis dahin will die TU Dresden zusammen mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) einen autonom fahrenden Pflegeroboter zur Marktreife führen. 

Rund 1,8 Millionen Euro Fördermittel macht der Freistaat dafür locker.

Brumm, brumm! Auf dem Hof der TU-Landmaschinenbauer rollt ein Prototyp namens Elwobot bereits. "In der Praxis kann der Roboter Pflanzenschutzmittel ausbringen, Bäume schneiden oder zum Mulchen eingesetzt werden", erklärt TU-Projektleiter Jens Fehrmann (51). 

Bis 2024 soll der Roboter nun "lernen", Befehle in Echtzeit anzunehmen und abzuarbeiten - egal ob es regnet, stürmt oder schneit.

Ohne Computer und Hightech läuft da nix. Der Elwobot steckt voller 2D- und 3D-Lasersensoren, die ihm das Orientieren und Navigieren ermöglichen. 

Als "Superhirn" bekommt er ein eigens für ihn programmiertes Farm-Managementsystem. Die Datensignalübertragung im Feld soll über den 5G-Funkstandard realisiert werden. Für Regionen ohne Netzabdeckung werden Alternativen entwickelt.

Diplomstudent Vincent Lassen (30), LfULG-Obstbaumexperte Christian Kröling, Doktorand Satyam Raikwar (30) und Jens Fehrmann von der TU Dresden beschäftigen sich mit der Entwicklung des Elwobot (v.l.n.r.).
Diplomstudent Vincent Lassen (30), LfULG-Obstbaumexperte Christian Kröling, Doktorand Satyam Raikwar (30) und Jens Fehrmann von der TU Dresden beschäftigen sich mit der Entwicklung des Elwobot (v.l.n.r.).  © Amac Garbe

Feldversuche mit dem Elwobot sind für 2023 geplant. Projektkoordinator Christian Kröling (36) vom LfULG: "Am Ende werden wir die Hochtechnologie allen frei zugänglich machen, damit Hersteller den Roboter in Serie bauen können." 

Titelfoto: Amac Garbe

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