Tunnel von Dresden nach Prag: Bürger sollen noch stärker mitreden

Dresden - Nächste Runde für die neue Eisenbahnstrecke Dresden - Prag.

Planungsingenieur Kay Müller mit dem Streckenkorridor, in der die Verbindung einmal ab Heidenau liegen könnte.
Planungsingenieur Kay Müller mit dem Streckenkorridor, in der die Verbindung einmal ab Heidenau liegen könnte.  © Daniel Förster

Nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens werden nun Vorschläge für ideale Trassen erarbeitet und Probebohrungen vorgenommen (TAG24 berichtete). 

Vor allem aber sollen die Bürger noch stärker beteiligt werden. Darum wird nun ein festes Infozentrum vorbereitet.

Wie die Deutsche Bahn als Bauherr ankündigt, können Bewohner der Gebiete rund um Dohna und Dohma einen Ort für das Infozentrum vorschlagen. Gefragt sind natürlich auch Bürger aus Heidenau und Pirna. Auch ein Wanderweg entlang der künftigen Strecke ist in Arbeit.

Parallel soll ein Dialogforum als regelmäßiges Format etabliert werden, wo Bürger ihre Hinweise, Sorgen und Fragen loswerden. Darin wiederum soll es der Bahn zufolge Arbeitsgemeinschaften aus Planern, Bahn und Bürgern geben, zum Beispiel zur Vorzugsvariante der Strecke.

Wie berichtet gibt es dazu noch unterschiedliche Ansichten. Bürger, allen voran die Initiative "Basistunnel nach Prag", wollen eine durchgehend unterirdische Variante. Bei der Bahn werden aus Kostengründen auch teiloffene Varianten erwogen. 

Zur Zeit erkunden mehrere Bohrstellen, ob es "Störzonen" unter der künftigen Bahnstrecke gibt.
Zur Zeit erkunden mehrere Bohrstellen, ob es "Störzonen" unter der künftigen Bahnstrecke gibt.  © Marko Förster
Das wachsame Auge auf Bürgerseite: Steffen Spittler (59) von der Initiative "Basistunnel nach Prag".
Das wachsame Auge auf Bürgerseite: Steffen Spittler (59) von der Initiative "Basistunnel nach Prag".  © Daniel Förster

Fest steht: Der Tunnel durchs Erzgebirge bekommt eine Länge von mindestens 25 Kilometern. Ganz am Ende stünde eine Fahrzeit von Berlin nach Prag von zweieinhalb Stunden. 

Titelfoto: Daniel Förster

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