Umfrage deckt auf: Schulsozialarbeit in Corona-Pandemie kaum möglich

Dresden - Schulsozialarbeit in Zeiten von Corona ist kaum oder nur beschränkt möglich - zu diesem Ergebnis ist eine Befragung von Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern in Sachsen gekommen.

Sachsens Schulsozialarbeiter hätten laut der Befragung in Pandemie-Zeiten vor allem damit zu tun, Kindern bei ihren schulischen Defiziten zu helfen.
Sachsens Schulsozialarbeiter hätten laut der Befragung in Pandemie-Zeiten vor allem damit zu tun, Kindern bei ihren schulischen Defiziten zu helfen.  © Jens Büttner/ZB/dpa

Die Befragten gaben an, dass ihre Hauptaufgabe in der Pandemie war, Kindern bei der Bewältigung von schulischen Defiziten zu helfen, wie die Evangelische Hochschule Dresden am Sonntag mitteilte.

Die eigentliche Schulsozialarbeit, zu der soziale Bildung und das Stärken von Netzwerken gehören, sei in den Hintergrund gerückt.

Besondere Hilfe bräuchten die Mädchen und Jungen, die bereits vor Corona Schwierigkeiten mit dem Schulsystem hatten.

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"Weniger als zuvor scheint das Schulsystem also chancengleiche Lernbedingungen schaffen zu können, ohne im Zuge von spezifischen Lern- und Leistungsnormen Benachteiligungskomplexe zu produzieren", heißt es in einer Mitteilung.

Die Befragung war Bestandlteil eines dritten Zwischenberichts zur Schulsozialarbeit in Sachsen, an dem ein Forschungsteam aus Wissenschaftlern und Praktikanten unterschiedlicher Institutionen der Landeskirche Sachsen und der Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit e.V. gearbeitet haben.

Eine weitere Befragung ist geplant.

An der Befragung beteiligten sich 295 Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter. Davon beantworteten 255 Fachkräfte die Fragen vollständig, 40 Fachkräfte teilweise.

Titelfoto: Jens Büttner/ZB/dpa

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