Umstrittener Industriepark Oberelbe: Endlich dürfen die Bürger mitreden

Dresden - Groß, größer, größenwahnsinnig? Beim umstrittenen Industriepark Oberelbe (IPO) in Sichtweite des Barockgartens Großsedlitz hat die Öffentlichkeit nun aktives Mitspracherecht: Bis 14. August sind Stellungnahmen zum Vorentwurf des Bebauungsplans möglich.

Bernd Wengler (70) ist Aktivist der IG Natur, Umwelt und Heimat.
Bernd Wengler (70) ist Aktivist der IG Natur, Umwelt und Heimat.  © Marko Förster

"Auf unserer Website haben wir Muster für Einwendungen vorbereitet", sagt Anna Reimann, Gründerin der Initiative "IPO stoppen". 

Reimann und Mitstreiter bemängeln, dass der IPO als Gemeinschaftsprojekt der Städte Pirna, Heidenau und Dohna bislang weder Flächen noch Investoren hat. 

"Vor allem explodieren die Kosten", so Reimann. Und weiter: "Momentan sind wir bei 170 Millionen Euro statt geplanter 60 Millionen." 

Auf schlappe 180 Millionen kommt Bernd Wengler (70). Der Aktivist der IG Natur, Umwelt und Heimat aus Liebstadt ist der erste Großeinwender. 

Er hat 83 Seiten mit Protestpositionen verfasst. Beispielsweise bemängelt er fehlende Regenrückhaltebecken.

Kontraste: Der Barockgarten Großsedlitz würde Nachbar des IPO-Gewerbeparks. Auch das sehen viele Bürger kritisch.
Kontraste: Der Barockgarten Großsedlitz würde Nachbar des IPO-Gewerbeparks. Auch das sehen viele Bürger kritisch.  © dpa/Sebastian Kahnert

Ausgelegt ist der B-Plan bis 14.08. in der IPO-Geschäftsstelle sowie im Stadthaus Pirna, im Bauamt von Heidenau und im Rathaus von Dohna. 

Titelfoto: dpa/Sebastian Kahnert, Marko Förster

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