Umstrittenes "Ansteckender als Corona": Das sagt der Marketing-Fachmann

Dresden - Die einen finden's gelungen, die anderen pietätlos: Die Plakat- und Internetkampagne der Stadt #AnsteckenderAlsCorona ruft bei den Dresdnern unterschiedliche Reaktionen hervor. 

Fachmann für Marketing: HTW-Professor Ralph Sonntag (51).
Fachmann für Marketing: HTW-Professor Ralph Sonntag (51).  © Norbert Neumann & HTW/Peter Sebb

TAG24 fragte den Marketing-Experten Ralph Sonntag (51) nach seiner Einschätzung.

Der Dresdner ist Professor für Marketing an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW). 

An dem Slogan #AnsteckenderAlsCorona "scheiden sich die Geister", bestätigt der Fachmann. 

Wer selbst jemanden kennt, der krank ist oder sich mit einer Krankheit angesteckt hat, könne den Slogan unangebracht finden. 

Auf der anderen Seite könne man aber sagen, das Menschliche in uns bleibt ansteckender als jede Krankheit.

Sonntags Urteil: "Es ist grundsätzlich gut, wenn ich eine Botschaft habe, die eine Dissonanz erzeugt. Denn dann denke ich darüber nach und es bleibt hängen", sagt Sonntag. 

"Handwerklich finde ich den Slogan also okay."

Titelfoto: Norbert Neumann & HTW/Peter Sebb

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