Überholmanöver mit schlimmen Folgen: VW und Mercedes im Straßengraben, vier Schwerverletzte

Bischofswerda (Landkreis Bautzen) - Am Dienstagmorgen kam es auf der S111 in Kynitzsch, bei Bischofswerda, zu einem schweren Verkehrsunfall. Zwei Autos prallten dabei ineinander und landeten übereinander verkeilt im Straßengraben.

Der Mercedes liegt auf dem grünen VW Caddy. Alle vier Insassen der beiden Autos wurden schwer verletzt.
Der Mercedes liegt auf dem grünen VW Caddy. Alle vier Insassen der beiden Autos wurden schwer verletzt.  © Rooci Klein RocciPix

Gegen 8 Uhr krachte es auf der Strecke zwischen Bautzen und Schiebock. Ein schwarzer Mercedes sowie ein grüner VW Caddy rauschten während eines Überholmanövers zusammen und landeten im Anschluss am Gestrüpp im Straßengraben.

Wie die Polizeidirektion Görlitz auf TAG24-Nachfrage mitteilte, scherte ein 70 Jahre alter Mercedes-Fahrer auf Höhe des Abzweiges Schönbrunn nach links aus, um zwei Autos vor ihm zu überholen.

Einer dieser beiden Fahrzeuge war der grüne VW Caddy. Der Fahrer dieses Wagens bemerkte das Manöver des ihn überholenden schwarzen Mercedes SUVs nicht und scherte ebenfalls auf die Gegenfahrbahn aus, um zum Überholen anzusetzen.

Der Halter des Mercedes wich in der Folge reflexartig aus, stieß danach zunächst gegen einen Bordstein, kam ins Schleudern und rammte dann schließlich den VW Caddy.

Vier Schwerverletzte, Rettungshubschrauber im Einsatz

Die Feuerwehr musste zwei eingeklemmte Personen aus einem der Wagen schneiden.
Die Feuerwehr musste zwei eingeklemmte Personen aus einem der Wagen schneiden.  © Lausitznews.de / Jens Kaczmarek

Folglich kamen beide Autos von der Strecke ab und landeten übereinander verkeilt im Straßengraben. 

Sowohl der Mercedes-Fahrer und seine 68-jährige Beifahrerin als auch der 66 Jahre alte Fahrer des Caddy und dessen Beifahrerin (68) verletzten sich dabei schwer.

Im Einsatz war neben der Polizei und den hinzugerufenen Notärzten zudem ein Rettungshubschrauber. 

Weiterhin musste die Feuerwehr anrücken und zwei eingeklemmte Personen aus einem der beiden Wagen herausschneiden.

Drei der Schwerverletzten wurden mit einem Krankenwagen, eine Person mit dem Rettungshubschrauber in die Krankenhäuser gebracht.

Die S111 war bis Mittag voll gesperrt, so die Polizei weiter.

An beiden Autos entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden und mussten nach einer Unfallnachstellung durch die Gutachter abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden soll bei etwa 100.000 Euro liegen.

Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen aufgenommen.

Titelfoto: Rooci Klein RocciPix

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