Zug kracht an sächsischem Bahnübergang gegen Lastwagen: Zwei Verletzte

Neusalza-Spremberg - Am Dienstagmittag hat sich an einem Bahnübergang ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein Zug gegen einen Lkw prallte.

Aufgrund der winterglatten Fahrbahn gelang es dem Mann nicht mehr, sein Fahrzeug vom Bahnübergang wegzubewegen.
Aufgrund der winterglatten Fahrbahn gelang es dem Mann nicht mehr, sein Fahrzeug vom Bahnübergang wegzubewegen.  © LausitzNews.de/Jens Kaczmarek

Laut Angaben der Polizei Görlitz rangierte ein 31-Jähriger mit seinem Sattelzug an der Straße Am Bahnhof und war gerade dabei, einen beschrankten Bahnübergang zu überqueren.

Dabei geriet der Weißrusse mit seinem Auflieger auf das Gleisbett. Aufgrund der winterglatten Fahrbahn gelang es dem Mann nicht, sein Fahrzeug wieder in Bewegung zu setzen.

Das Gefälle der Straße und der rutschige Untergrund sorgten demnach dafür, dass die Räder durchdrehten und er kein Stück vorankam.

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Die Schranken des Bahnüberganges konnten dennoch ungehindert schließen, da sie nur halbseitig ausgeführt sind.

Ein herannahender in Richtung Zittau fahrender Trilex-Personenzug der Linie RE2 konnte nicht rechtzeitig bremsen und kollidierte mit dem Auflieger. Dabei wurde der tonnenschwere Lkw zur Seite geschleudert.

Der Lasterfahrer konnte sich noch rechtzeitig aus dem Führerhaus retten und blieb ohne körperliche Schäden. Der Zugführer sowie eine Zugbegleiterin wurden dagegen leicht verletzt. Rettungskräfte behandelten beide vor Ort. In dem Zug aus Dresden befanden sich keine weiteren Fahrgäste.

Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Notfallmanager der Deutschen Bahn im Einsatz

Der Trilex-Personenzug RE2 war in Richtung Zittau unterwegs.
Der Trilex-Personenzug RE2 war in Richtung Zittau unterwegs.  © LausitzNews.de/Jens Kaczmarek
Die beiden Verletzten wurden noch vor Ort von Rettungskräften behandelt.
Die beiden Verletzten wurden noch vor Ort von Rettungskräften behandelt.  © LausitzNews.de/Jens Kaczmarek

Die Rettungsleitstelle setzte aufgrund der Erstmeldung zwei Hubschrauber ein. Diese flogen zeitnah ohne Verletzte wieder vom Unfallort davon.

Neben den Beamten des Reviers Zittau-Oberland und dem Verkehrsunfalldienst sind Bundespolizisten, Feuerwehr, Rettungsdienst und ein Notfallmanager der Deutschen Bahn im Einsatz.

Der Auflieger war nicht mehr fahrbereit. Die etwa viereinhalb Tonnen schwere Ladung von Plastikkisten verteilte sich auf den Schienen und einer angrenzenden Wiese. Der Zug mit mehreren Triebwagen kam erst Hunderte Meter weiter zum Stehen.

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Inwieweit Lkw und Personenzug noch verkehrstauglich sind, wird aktuell geprüft.

Der Sachschaden steht noch aus. Unfallaufnahme sowie Bergungsarbeiten dauern weiter an.

Der Verkehrsunfalldienst ermittelt nun wegen des Verdachts auf gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr.

Titelfoto: LausitzNews.de/Jens Kaczmarek

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