Vieles bald wieder auf: 18. Mai wird in Sachsen der Tag der Freiheit (mit kleinen Einschränkungen)

Dresden - Sachsen bereitet sich mit riesigen Schritten auf den 15. und vor allem den 18. Mai vor. Zwei Daten, an denen wir Bürger zumindest wieder eine Ahnung von Normalität bekommen könnten. 

Michael Kretschmer (45, CDU).
Michael Kretschmer (45, CDU).  © Sebastian Kahnert/dpa

Bis dahin tragen die Verantwortlichen der Landesregierung noch zig Details zusammen, die kommenden Dienstag in einer aktualisierten Rechtsverordnung zur Abstimmung stehen. Vieles ist noch unklar, manches aber sicher.

Klar ist, dass sich sächsische Hotels und Pensionen keine Sorgen um eine Belegungsgrenze machen müssen. Anders als in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Häuser zu maximal 60 Prozent ausgelastet sein dürfen, gilt so etwas in Sachsen nicht, erklärt Tourismusministerin Barbara Klepsch (54, CDU) auf Nachfrage.

Anders als in MeckPomm ist es sächsischen Wirtsleuten auch bereits ab dem 18. Mai erlaubt, Urlauber von auswärts zu beherbergen, zum Beispiel die "Fischköppe" selbst oder Touristen aus Berlin. 

Sachsen hingegen dürfen erst wieder ab dem 25. Mai an die Ostsee, nach Brandenburg oder eben nach Berlin zum Übernachten.

Wer als Sachse hier bleibt, darf ab dem 18.5. wieder in ein Freibad, eine Jugendherberge, ein kleines Konzert, auf den Campingplatz oder ins Fitnessstudio - theoretisch, betont ein Sprecher von Barbara Klepsch. 

"Überall müssen zunächst die Voraussetzungen geschaffen sein. Das liegt vielfach in den Händen der Verbände wie bei Tanzschulen." Die Freibäder indes sind Sache der Kommunen. Bars aber bleiben erst mal tabu, so Ministerin Klepsch.

Überall gilt weiter Maskenpflicht

Fitnessstudios dürfen ab dem 18.5. nur unter strengen Auflagen öffnen.
Fitnessstudios dürfen ab dem 18.5. nur unter strengen Auflagen öffnen.  © imago images/Eibner Europa

"Fall-zu-Fall-Entscheidungen" brauche es bei Freizeitparks, sagt Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) auf das Beispiel Belantis bei Leipzig angesprochen. Diese Einrichtungen benötigten besondere Konzepte. 

Eine Grundsatzentscheidung gibt es dagegen zum Handel: Ab dem 18.5. dürfen nun auch Geschäfte mit einer Fläche über 800 Quadratmetern öffnen, es muss nicht mehr "abgekordelt" werden, so Verbraucherschutzminister Wolfram Günther (46, Grüne). 

"Doch überall gilt weiter Maskenpflicht plus Mindestabstand 1,50 Meter", ergänzt Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU). 

Das Motto lautet: staatliche Maßnahmen zurückfahren, stärker auf die Eigenverantwortung des Einzelnen setzen. Es bleibe beim "Leben mit dem Virus für die nächsten Monate, bis es einen Impfstoff gibt".

Wenn Hygienekonzepte vorliegen und die jeweiligen Gesundheitsämter zustimmen, dürfen Bäder ab 18. Mai wieder öffnen. Hier das Chemnitzer Freibad Gablenz.
Wenn Hygienekonzepte vorliegen und die jeweiligen Gesundheitsämter zustimmen, dürfen Bäder ab 18. Mai wieder öffnen. Hier das Chemnitzer Freibad Gablenz.  © Ralph Kunz
Auch auf der Bastei im Elbsandsteingebirge warten die Wirte sehnsüchtig wieder auf Übernachtungsgäste.
Auch auf der Bastei im Elbsandsteingebirge warten die Wirte sehnsüchtig wieder auf Übernachtungsgäste.  © Petra Hornig
Wolfram Günther (46, Grüne).
Wolfram Günther (46, Grüne).  © Thomas Türpe
Barbara Klepsch (54, CDU).
Barbara Klepsch (54, CDU).  © Sven Gleisberg

Daher bestehe das grundsätzliche Kontaktverbot vorerst weiter. "Ansammeln" dürfen sich immer nur zwei Gruppen, wie beispielsweise zwei Wohngemeinschaften, Großeltern und Enkel oder zwei Hausstände. Mehr nicht. Das Treffen und der Kontakt von Partnern ist erlaubt.

Das entlastet gerade Gastronomen, die ab dem 15. Mai wieder öffnen dürfen. Zugleich haben sie die Aufgabe, genügend Abstand für Einzelpersonen zu ermöglichen, die als Gäste kommen.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa, imago images/Eibner Europa, Petra Hornig

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