Vogelstation droht das Aus: Bürgermeisterin schaltet sich ein

Dresden - Das drohende Aus der Dresdner Wildvogelauffangstation und die katastrophalen Arbeitszustände sorgen bei Tierfreunden für Entsetzen. Jetzt schaltet sich auch Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (55, Grüne) ein.

Maria K. (r.) und Lara P. (beide 19) halten zu zweit die Stellung auf der Wildvogelauffangstation.
Maria K. (r.) und Lara P. (beide 19) halten zu zweit die Stellung auf der Wildvogelauffangstation.  © Norbert Neumann

Nach dem TAG24-Bericht "Dresdner Institution seit 14 Jahren! Wildvogelstation vor dem Aus" meldeten sich Freitag etliche Vereine und Tierheime, äußerten sich bestürzt und fragten, wie sie helfen können.

Auch die Stadt will aktiv werden. "Die Auffangstation ist wichtig für Dresden", sagt Umweltbürgermeisterin Jähnigen.

"Sie erfüllt nicht nur eine bedeutende Rolle im Tierschutz, sondern fungiert auch als wichtiger Mithelfer im ornithologischen Artenschutz, indem sie beispielsweise selten bis extrem selten vorkommende Vogelarten wieder gesund pflegt für das Weiterleben in der freien Natur."

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Für die Stadt sei die Station zudem erster Ansprechpartner, wenn es um die Meldung verletzter Tiere geht, so Jähnigen weiter.

"Nicht nur deshalb wird aller Ortens für die Unterstützung der Wildvogelauffangstation geworben, um den Fortbestand dieser wichtigen Institution zu sichern."

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (55, Grüne) will sich um eine Lösung für den Erhalt der Station bemühen.
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (55, Grüne) will sich um eine Lösung für den Erhalt der Station bemühen.  © Steffen Füssel

Die Bürgermeisterin will jetzt das Umweltzentrum Dresden (Träger der Station) kontaktieren und sich um eine Lösung bemühen. Die Stadt fördert das Zentrum, das verschiedene Projekte betreibt, jährlich mit 100.000 Euro.

Gegenüber der TAG24 äußerte sich das Umweltzentrum bislang nicht. Das Büro sei bis Monatsende nicht besetzt, hieß es.

Titelfoto: Montage: Steffen Füssel, Norbert Neumann

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