Volle Fässer zurück! Löbauer Brauer macht aus Bier einen Brand

Löbau - Hektoliterweise Bier wurde in den vergangenen Wochen, in denen die sächsischen Gastrobetriebe geschlossen waren, nicht getrunken. Manche Brauerei ist kulant und nimmt ungeöffnete Bierfässer zurück. In Löbau findet man sogar noch eine Verwendung für den zurückgegebenen Gerstensaft.

Steffen Dittmar (56) stellt aus dem nicht genutzten Bier der geschlossenen Gastronomien Bierbrand her.
Steffen Dittmar (56) stellt aus dem nicht genutzten Bier der geschlossenen Gastronomien Bierbrand her.  © Eric Münch

"Rund 20 Prozent des Umsatzes macht Fassbier aus", sagt Barbara Sarx-Lohse (45) vom Sächsischen Brauerbund. "Und die fehlen nun." Wie viele Liter Bier ungetrunken geblieben sind, weiß niemand.

Steffen Dittmar (56), Chef der Brauerei Löbauer Bergquell, ist einer der wenigen Brauer, der bereits ausgelieferte Bierfässer zurücknimmt. "Ich sehe das als ein Entgegenkommen", sagt er. 

Und weiter: "Wir hoffen alle, dass die Gastronomen bald wieder vollumfänglich öffnen können und dann eben wieder frische Fässer bei uns ordern. Es fallen ja auch Volks- und Stadtfeste aus, die wir beliefern würden."

Zurücknehmen müsste er das Bier nicht, aber: "Solange die Fässer ungeöffnet sind und das Bier noch unter dem Mindesthaltbarkeitsdatum ist, können wir es weiterverarbeiten." 

So liefert er das Bier an die Spirituosen-Manufaktur Kirschau, wo es zu Bierbrand veredelt wird. "Das haben wir schon mal gemacht und können nun eben ein bisschen mehr als sonst ansetzen."

Titelfoto: Eric Münch

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