Worauf Ihr in Corona-Zeiten achten solltet: Vorsicht, wenn der Zähler-Ableser kommt!

Dresden - Die Mietnebenkosten steigen. Laut Betriebskostenspiegel 2020 zahlte jeder Dresdner im Schnitt 2,62 Euro pro Quadratmeter und Monat an Nebenkosten. Das sind 14 Cent mehr als im Jahr zuvor. Corona spielt aktuell vor allem beim Thema Messwert-Ablesung eine Rolle.

Katrin Kroupova (46) vom "Mieterverein Dresden und Umgebung". Die Corona-Regeln für Ableser sind mit dem Gesundheitsamt besprochen.
Katrin Kroupova (46) vom "Mieterverein Dresden und Umgebung". Die Corona-Regeln für Ableser sind mit dem Gesundheitsamt besprochen.  © Petra Hornig

Wichtig: Trotz Corona muss der Mitarbeiter einer Ablese-Firma in die eigene Wohnung gelassen werden.

"Es gibt die Verpflichtung zur Mitwirkung, aber auch das Recht auf Schutz der eigenen Gesundheit. Der Ableser muss seine Maske ordnungsgemäß tragen und Mindestabstände einhalten", so die Sprecherin des Mietervereins, Katrin Kroupová (46). Mieterverein und Gesundheitsamt haben sich dazu abgestimmt.

Lediglich die eigene Quarantäne wäre eine Ausnahme.

Viele Vermieter bieten aktuell aber auch an, dass die Messwerte vom Mieter abgelesen und erst später kontrolliert werden.

Und: Masken-Muffel müssen nicht in die Wohnung gelassen werden.

Laut Mietspiegel erhöhten sich vor allem die Kosten für Heizung und Warmwasser

Aktuell undenkbar: Ein Techniker liest ohne Maske Messwerte in einer Mietwohnung ab. (Symbolbild)
Aktuell undenkbar: Ein Techniker liest ohne Maske Messwerte in einer Mietwohnung ab. (Symbolbild)  © 123RF/kzenon
Jeder Dresdner zahlt im Schnitt 2,62 Euro pro Quadratmeter und Monat an Nebenkosten.
Jeder Dresdner zahlt im Schnitt 2,62 Euro pro Quadratmeter und Monat an Nebenkosten.  © 123RF/ Michael Heim
Auch die Kosten für den Winterdienst vor Miethäusern landen in der Nebenosten-Abrechnung.
Auch die Kosten für den Winterdienst vor Miethäusern landen in der Nebenosten-Abrechnung.  © dpa/Jens Wolf
Liegt am Haus Arbeit an, müssen Mieter das meist über die Nebenkosten bezahlen.
Liegt am Haus Arbeit an, müssen Mieter das meist über die Nebenkosten bezahlen.  © imago images/blickwinkel

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, hat einen Zeugen dabei. Auch denkbar wäre demnach, dass Mieter während der Ablesung nicht selber in der Wohnung sind.

Laut aktuellem Mietspiegel erhöhten sich vor allem die Kosten für Heizung und Warmwasser von durchschnittlich 95 Cent auf aktuell 1,03 pro Quadratmeter. Auch Gebäudereinigung, Hausmeisterdienst und die Kosten für einen Aufzug (+3 Cent) stiegen.

Der neuen Übersicht des Mietervereins Dresden und Umgebung liegen 3,722 Millionen Quadratmeter Mietwohnungsfläche aus dem Abrechnungsjahr 2018 zugrunde.

Generell rechnet der Mieterverein zukünftig mit steigenden Nebenkosten, vor allem bedingt durch Heiz- und Stromkosten während Home-Office und Lockdowns.

Titelfoto: imago images/blickwinkel

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