VVO schlägt Alarm: Millionen-Verluste gefährden das neue Schüler-Superticket

Dresden - Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) schaltet das Warnlicht ein. Wegen Corona drohen dem Verband Einnahmeausfälle in zweistelliger Millionenhöhe. Es stehen auch zwei wichtige Spezial-Angebote auf der Kippe.

Vorzeige-Projekt in Gefahr: Martin Dulig (46, SPD, l.)
Vorzeige-Projekt in Gefahr: Martin Dulig (46, SPD, l.)  © Petra Hornig

Neben erwarteten Ausfällen von rund 30 Millionen Euro bis Jahresende machen zudem die Finanzierung der PlusBus-Linien sowie des SchülerFreizeitTickets Sorgen, sagte ein Sprecher.

Das FreizeitTicket ist die zweite Dauerbaustelle von Landesverkehrsminister Martin Dulig (46, SPD). 

Im Juli musste er einräumen, dass das versprochene Bildungsticket nicht wie geplant zum (nun erfolgten) Schuljahresbeginn kommt. Als Grund führte er die fehlende Einigung mit den insgesamt fünf Verkehrsverbünden an. 

Tatsächlich hatten die Verbünde mit den jeweiligen Landräten als Regionalfürsten an der Spitze viel mehr Geld gefordert.

Nun, mitten in Corona-Welle Zwei fordert der VVO vom Freistaat einen vollen Schadensausgleichs; nicht, wie aktuell, nur zu 70 Prozent. 

Auch für das Jahr 2021 und dort absehbar anfallende Defizite brauchten vollen Ausgleich, so der VVO selbstbewusst. 

Und das FreizeitTicket sei nur allein bis Jahresende gesichert. Ein Sprecher Duligs verwies dazu auf die noch laufenden Haushaltsverhandlungen. Vorher könnten naturgemäß keine Zusagen gemacht werden. 

Ungewisse Zukunft: ein sogenannter PlusBus in Dresden.
Ungewisse Zukunft: ein sogenannter PlusBus in Dresden.  © Lars Neumann

Beim Thema Schadenausgleich wolle auch Dulig 100 Prozent, der Finanzminister erlaube aber nur 70. 

Titelfoto: Lars Neumann

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