Wann öffnen Dresdens Bars endlich?

Dresden - Restaurants und Cafés haben seit einer Woche in Sachsen wieder geöffnet. Doch nicht alle Gastronomen können aufatmen. Unklar ist nach wie vor die Situation für Bars. Das kritisiert Ulf Neuhaus (56) - der Dresdner ist Präsident der Deutschen Barkeeper Union.

"Twist"-Bar-Manager Marlon Kutschke (32) mixte gestern die ersten Drinks für seine Gäste.
"Twist"-Bar-Manager Marlon Kutschke (32) mixte gestern die ersten Drinks für seine Gäste.  © Eric Münch

"Die Allgemeinverfügung zum Vollzug des Infektionsschutzgesetzes schließt in einem Satz den Barbetrieb aus. Doch was ist darunter zu verstehen?", fragt Neuhaus. 

Und eröffnet zugleich eine pragmatische Lösung: "Wenn die Bar wie ein Lokal betrieben wird, kann sie Mindestabstände einhalten und Gäste empfangen." Heißt im Klartext: Der Tresen bleibt Sperrzone.

Unter dieser Option mixt seit gestern auch Marlon Kutschke (32) wieder Drinks für seine Gäste in der "Twist"-Bar im sechsten Stock des Hotels Innside by Melia. 

"Nach über zwei Monaten brennt es meinem Team unter den Nägeln. Alle wollen zurück an die Bar." Und die Gäste wollen rein. Auch wenn statt üblich 100 Personen, nur noch knapp 50 Gäste die Bar betreten dürfen - nachdem sie sich die Hände desinfiziert haben. 

Die Barhocker am Tresen wurden entfernt, Öffnungszeiten wie auch Angebot minimiert. Statt über 50 Drinks stehen nur 16 auf der laminierten Karte. Statt sechs Barkeepern arbeiten drei hinterm Tresen, servieren Bestelltes an den Tisch.

"Wir öffnen vorerst nur am Wochenende, aber es ist ein Anfang. Wir haben viele Dresdner Stammgäste, die endlich wieder unsere Cocktails genießen wollen."

Titelfoto: Eric Münch

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