Was für 'ne Granate! Mann bunkert solche F-1 im Tresor

Radeburg/Königswartha - So viel Pech muss man erst mal haben: Im November 2018 stürmte die Polizei ein Wohnhaus in Radeburg. Der bisher noch nie auffällig gewordene Silvio K. (56) war fälschlicherweise in Verdacht geraten, etwas angestellt zu haben. 

Silvio K. (56) hatte rund 20 solcher F-1-Granaten im Tresor versteckt. (Symbolbild)
Silvio K. (56) hatte rund 20 solcher F-1-Granaten im Tresor versteckt. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

Was die Beamten damals suchten, fanden sie nicht, das Verfahren wurde eingestellt.

Doch zum Unglück des Mannes schauten die Ermittler auch in seinen Tresor: Dort hatte er Revolver und Munition gebunkert, zudem rund 20 russische Handgranaten vom Typ F-1. 

Solche Granaten als Attrappen werden viele noch aus dem DDR-Sportunterricht kennen.

Eigenen Angaben zufolge hatte Silvio K. die scharfen Sachen bei Umbauarbeiten in einer Scheune gefunden. 

Dass er sie versteckte, statt die Polizei zu rufen, kommt ihn nun teuer zu stehen: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen vorsätzlichen unerlaubten Besitzes von Kriegswaffen erhoben. Darauf stehen bis zu fünf Jahre Haft.


Dieses Waffen-Arsenal stellte die Polizei bei einem betrunkenen Mann (52) in der Lausitz sicher.
Dieses Waffen-Arsenal stellte die Polizei bei einem betrunkenen Mann (52) in der Lausitz sicher.  © Polizei

Ob ähnliches auch ihn erwartet, prüft die Polizei: Der Mann (52) aus Wartha (bei Bautzen) hatte mit 3,42 Promille plötzlich eine Waffe gezogen und damit seine Gäste (43, 25) bedroht. Die Beamten fanden bei ihm 16 Handfeuer- und Langwaffen.

Titelfoto: Polizei, Daniel Karmann/dpa

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