Wegen Corona: Erster Dresdner Weihnachtsmarkt sagt ab! Kippen jetzt auch die anderen Märkte?

Dresden - Jetzt hat es auch den ersten Weihnachtsmarkt erwischt! Nachdem wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr bereits einige Feste in Dresden ausfallen mussten, hofften viele, dass zumindest die Weihnachtsmärkte verschont bleiben. Doch es kommt anders.

Der Weihnachtsmarkt in der Münzgasse fällt dieses Jahr aus.
Der Weihnachtsmarkt in der Münzgasse fällt dieses Jahr aus.  © imago images/Volker Preußer

Ende voriger Woche musste Veranstalter Thoralf Rank seinen Markt in der Münzgasse und an der Frauenkirche absagen.

Als Gründe nennt Rank zum einen den fehlenden Platz für eine Entzerrung des Marktes in der engen Münzgasse und zum anderen die Pflicht zur Kontaktnachverfolgung. Letztere sei in der Praxis nicht umsetzbar. 

Weihnachtlich dekorieren will Rank die Münzgasse aber trotzdem. 

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Mit den Vorgaben des Freistaates kämpft derzeit auch Holger Zastrow (51, FDP). Er organisiert den Augustusmarkt in der Hauptstraße und spricht von einer "Weihnachtsmarkt-Verhinderungsverordnung". 

Denn die Einzäunung des Veranstaltungsgeländes, die Kontrolle der Ein- und Ausgänge sowie die Kontaktnachverfolgung seien kompliziert und werden viel Geld kosten. 

Für den Augustusmarkt werde das gerade durchgerechnet und ein Konzept entwickelt. "Wir werden aber alles dafür tun, dass unser Markt stattfindet", sagt Zastrow.

Das hat das Rathaus auch für den Striezelmarkt versprochen. Laut Wirtschaftsförderer Robert Franke (43) wurde dafür eigens eine Taskforce eingerichtet, in der an Konzepten gearbeitet wird, wie der Markt so organisiert werden kann, dass keine Menschentrauben entstehen. Viel Zeit bleibt dafür allerdings nicht mehr. 

Titelfoto: imago images/Volker Preußer

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