Wegen Handys und Corona: DLRG fürchtet mehr Badetote in Sachsen

Dresden - 17 Menschen kamen im vergangenen Jahr in Sachsen beim Baden ums Leben. In diesem Jahr könnte es noch weitaus mehr Opfer geben, befürchten Wasserretter. Denn in diesem Sommer ist einiges anders.

Lia Söder (21) von der Kreiswasserwacht Dresden.
Lia Söder (21) von der Kreiswasserwacht Dresden.  © privat

Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) schlagen Alarm! 

"Es wird ein heißer Sommer prognostiziert. Durch die strengen coronabedingten Hygienekonzepte in Freibädern nutzen vermutlich mehr Menschen freie Badestellen zur Abkühlung. 

Dort gibt es keine Rettungsschwimmer, die aufpassen und in Not Geratene aus dem Wasser ziehen“, sagt Lia Söder (21), Rettungsschwimmerin der DRK-Wasserwacht Dresden.

Erschwerend kommt hinzu: Erwachsene und Jugendliche schauen immer mehr aufs Smartphone - und nicht auf Mitmenschen und Kinder im kühlen Nass. 

Diese Unaufmerksamkeit bringe ein hohes Risiko mit sich, so die Lebensretter. 

Damit es im Sommer möglichst wenige Tragödien in Sachsens Gewässern gibt, starten DRK und DLRG jetzt die Kampagne "SchauAuf" (... das Wasser, nicht aufs Smartphone), wollen die Sensibilität der Sachsen schärfen.

Auch wegen Selfies: Badegäste haben immer häufiger ihr Smartphone und nicht das Wasser im Blick.
Auch wegen Selfies: Badegäste haben immer häufiger ihr Smartphone und nicht das Wasser im Blick.  © Imago Images / Westend

Übrigens: Die Wasserqualität in Sachsens Seen ist sehr gut. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der Europäischen Umweltagentur (EEA) hervor, die gut 30 Badegewässer im Freistaat untersuchte.

Titelfoto: Imago Images / Westend

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