Weihnachtsmärkte in Dresden schon Mitte November?

Dresden - Über den Weihnachtsmarkt schlendern noch vor dem Totensonntag? Wenn's nach der FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat geht, soll das dieses Jahr ausnahmsweise möglich sein.

Darf der Striezelmarkt 2020 schon vor dem Totensonntag öffnen? Wenn's nach der FDP geht schon.
Darf der Striezelmarkt 2020 schon vor dem Totensonntag öffnen? Wenn's nach der FDP geht schon.  © picture alliance/dpa

Durch Corona sind dem Handel, der Gastronomie, Schaustellern, Kulturschaffenden und dem Tourismus massive Umsatzeinbußen entstanden. 

"Dem könnte man mit einer Verlängerung der Weihnachtsmärkte zumindest etwas entgegenwirken", sagt Robert Malorny (41, FDP). "Ich glaube nicht, dass es jemandem wehtut, wenn man die Märkte schon vor dem Totensonntag öffnet. Unser Vorschlag sieht vor, an diesem stillen Feiertag zu schließen, davor und danach aber die Weihnachtsmärkte zu öffnen." 

Demnach sollen die Weihnachtsmärkte in Dresden bereits ab dem 19. November öffnen dürfen.

Zustimmung für den Vorschlag kommt aus vielen Richtungen in der Stadt. "Der Bedarf in der Bevölkerung ist da, der Wille bei den Veranstaltern und Unternehmern ist da, die Bevölkerung will die Weihnachtsmärkte genießen", findet Dehoga-Geschäftsführer Axel Klein (50). 

Ähnlich sieht auch Friederike Wachtel (30) vom Citymanagement die Situation. "Jede Maßnahme, die unserem Handel, unserer Gastronomie und unseren Dienstleistern in der Innenstadt hilft, unterstützen wir."

Robert Malorny (41, FDP, l.) und Vertreter von IHK, Dehoga, Tourismus- und Schaustellerverband wollen die Weihnachtsmärkte in Dresden verlängern.
Robert Malorny (41, FDP, l.) und Vertreter von IHK, Dehoga, Tourismus- und Schaustellerverband wollen die Weihnachtsmärkte in Dresden verlängern.  © Petra Hornig

Weihnachtsmärkte schon Mitte November? Entscheidung im September

Auch der Tourismus könnte sich so ein wenig erholen. "Wir haben erhebliche Verluste aus den Monaten März bis Mai, je nach Hotelgröße geht das in die Millionenhöhe. Eine Woche mehr Striezelmarkt bedeutet den Hauch einer Chance, ein wenig davon wieder einzunehmen", sagt Johannes Lohmeyer (56) vom Tourismusverband.

Allerdings drängt die Zeit. Auch andere Städte planen ähnliche Initiativen. "Wer da zuerst kommt, mahlt zuerst. Es wäre jammerschade, wenn Dresden es nicht schafft, früher anzufangen", so IHK-Tourismusexperte Marc Arendt.

Über den Vorschlag wird in der ersten Stadtratssitzung nach der Sommerpause am 3. September entschieden.

Titelfoto: picture alliance/dpa

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0