Besuche "unverantwortlich"! Corona stoppt den Weihnachtsmann

Dresden - Schon jetzt hat die zweite Corona-Welle Auswirkungen auf Weihnachten, insbesondere den Heiligabend. 

Dieses Jahr vermittelt die Studentische Arbeitsvermittlung Christkinder und Weihnachtsmänner nicht wie gewohnt an Familien für Heiligabend.
Dieses Jahr vermittelt die Studentische Arbeitsvermittlung Christkinder und Weihnachtsmänner nicht wie gewohnt an Familien für Heiligabend.  © dpa/Hannibal Hanschke

Denn: Wohl kaum ein Weihnachtsmann oder ein Christkind wird am 24. Dezember bei Kindern und ihren Familien vorbeischauen können.

Die Studentische Arbeitsvermittlung Dresden, die sonst in jedem Jahr erster Anlaufpunkt für Santa Claus und Co. ist, bietet in diesem Jahr keinen ihrer Darsteller an. 

"Leider kann weder der Weihnachtsmann noch das Christkind dieses Jahr jede Familie persönlich besuchen", so Luzia Franke (21). "Das Ansteckungsrisiko ist in Corona-Zeiten viel zu hoch. Wir schicken normalerweise einen Weihnachtsmann, damit das Ganze sich trägt, zu bis zu acht Familien. Das wäre in der aktuellen Situation unverantwortlich."

Familien, die dennoch nicht auf Knecht Ruprecht verzichten wollen, können zwar ein Gesuch über die Arbeitsvermittlung erstellen, allerdings ist das dann kostspieliger. "Und, wir können dann, anders als bei der direkten Weihnachtsmannvermittlung, nur Studenten vermitteln, heißt, dieser könnte dann eben auch 24 sein und somit für manche zu jung." 

Wer dennoch einen Knecht Ruprecht für den 24. Dezember nach Hause holen will, muss selbst eine Anzeige aufgeben.
Wer dennoch einen Knecht Ruprecht für den 24. Dezember nach Hause holen will, muss selbst eine Anzeige aufgeben.  © imago images/Westend61

Wenn sich die Lage im kommenden Jahr beruhigt habe, könnten interessierte Familien ab November 2021 wieder Weihnachtsmänner buchen.

Titelfoto: dpa/Hannibal Hanschke

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