OB Hilbert glaubt an Striezelmarkt, doch ein Drittel aller Händler hat abgesagt!

Dresden - OB Dirk Hilbert (49, FDP) kämpft verbissen um den Striezelmarkt. Doch der Markt wird selbst im besten Fall nicht annähernd so sein wie in den letzten Jahren. Jetzt steht fest: Ein Drittel aller Händler hat bereits hingeschmissen

OB Dirk Hilbert (49, FDP)
OB Dirk Hilbert (49, FDP)  © Holm Helis

Süßwarenhändler Ingo Westenberg (63) reist seit Jahren aus Niedersachsen an. Er hat lange gewartet, doch die Entscheidung musste jetzt fallen: "Ich komme nicht." Er hofft auf das nächste Jahr, aber "wir müssen schauen, wie es dann aussieht."

Ihren Pulsnitzer Pfefferkuchenstand auf dem Altmarkt hat auch Katrin Hantsche (53), eine Händlerin, die zum 31. Mal dabei gewesen wäre, abgesagt. "Es ist eine Kostenfrage und es rechnet sich einfach nicht." Sie sagt: "Wir glauben nicht mehr daran, dass der Striezelmarkt noch stattfinden wird." 

Abgesagt hat ebenso Karin Schneller (66), die glasierte Früchte verkauft und seit der Wende auf dem Striezelmarkt dabei ist.

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"Rund ein Drittel der Händler kommt nicht", bestätigt der für den Markt zuständige Chef der Wirtschaftsförderung, Robert Franke (43). 

Die restlichen Händler müssen zumindest für die Tage, die der Striezelmarkt eventuell später öffnet, anteilig nichts zahlen. Bei einem anderen Punkt bleibt die Stadt hart. 

Süßwarenhändler Ingo Westenberg (63) hat für dieses Jahr abgesagt.
Süßwarenhändler Ingo Westenberg (63) hat für dieses Jahr abgesagt.  © Eric Münch
Auch Pfefferkuchen-Händlerin Katrin Hantsche (53) hat aufgegeben, auf einen Markt zu hoffen.
Auch Pfefferkuchen-Händlerin Katrin Hantsche (53) hat aufgegeben, auf einen Markt zu hoffen.  © Holm Helis

Jeder Händler, der absagt, muss eine Gebühr von 66 Euro zahlen. "Es handelt sich um einen festgesetzten Verwaltungsakt, der keinen Spielraum zulässt", so Amts-Chef Franke weiter.

Titelfoto: Holm Helis/Eric Münch

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