Welches Rathaus darf es sein? Dresden plant turmfreien Ferdinandplatz

Dresden - Das Rathaus gibt weiter Gas beim geplanten 140 Millionen Euro teuren neuen Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz. Die Bürger sollen jetzt über die Entwürfe der beiden noch im Rennen befindlichen Anbieter abstimmen. Gleichzeitig wächst im Rat jedoch der Widerstand gegen das Bauprojekt.

Der erste Entwurf präsentiert mutig dieses "Loch" in der Fassade.
Der erste Entwurf präsentiert mutig dieses "Loch" in der Fassade.  © Landeshauptstadt Dresden

Etwa 1300 Rathausmitarbeiter, die momentan meist in der Stadt verteilt arbeiten, sollen ab 2025 einziehen. Grundsatzbeschlüsse dazu wurden bereits gefasst, das Baufeld am Ferdinandplatz wurde freigemacht.

Doch wie soll das neue Rathaus aussehen? Ab sofort fragt die Verwaltung die Dresdner auf der offiziellen Homepage der Stadt nach ihrer Meinung.

Beide Entwürfe zeigen erstmals, wie der Bau ohne den in die Kritik geratenen neuen Rathaus-Turm aussehen könnte.

"Die Ergebnisse aus dieser Online-Umfrage werden den Jurymitgliedern vor der finalen Jurysitzung am 25. Januar zur Verfügung gestellt. So fließen sie in die abschließende Entscheidung ein", sagt ein Rathaus-Sprecher.

Hier könnt Ihr Euch die beiden Entwürfe schon mal in einigen Bildern anschauen.

So will der erste Entwurf die Rückseite des Rathauses samt Park gestalten.
So will der erste Entwurf die Rückseite des Rathauses samt Park gestalten.  © Landeshauptstadt Dresden
Entwurf Nummer zwei bleibt schlichter, deutet den einstigen Turm jedoch zumindest noch an.
Entwurf Nummer zwei bleibt schlichter, deutet den einstigen Turm jedoch zumindest noch an.  © Landeshauptstadt Dresden

Kritiker nennen das neue Rathaus einen zu teuren "Prunkbau"

Aktuell ruhen die Arbeiten auf dem Ferdinandplatz, bis der Rat entweder abschließend zusagt oder ablehnt.
Aktuell ruhen die Arbeiten auf dem Ferdinandplatz, bis der Rat entweder abschließend zusagt oder ablehnt.  © Holm Helis

Doch aktuell steht der Bau mehr denn je auf der Kippe. "Wir wollen, dass dieses Projekt umgehend beendet wird. Es gibt noch nicht finanzierte Pflichtaufgaben, wie die Sanierung des Blauen Wunders", so Stadtrat Torsten Nitzsche (45, Freie Wähler).

AfD und Linke haben sich in einer aktuellen Abstimmung enthalten, Grüne und FDP haben Bedenken angemeldet.

Hauptkritik: Das Rathaus baue sich für 140 Millionen Euro einen viel zu teuren "Prunkbau". So koste der DREWAG-Neubau am Hauptbahnhof (900 Mitarbeiter) lediglich 75 Millionen Euro.

Titelfoto: Landeshauptstadt Dresden

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