Wenn es im Bus zu eng wird: Platz-Ärger in der Linie 90!

Dresden - Bus-Ärger im Dresdner Westen! Passagiere klagen über zu kleine Fahrzeuge, die für die Linie 90 zwischen Löbtau und Gompitz einsetzt werden.

Gerd (69) und Ingrid Lorenz (70) ärgern sich über die kleinen Busse, die für die Linie 90 eingesetzt werden.
Gerd (69) und Ingrid Lorenz (70) ärgern sich über die kleinen Busse, die für die Linie 90 eingesetzt werden.  © Ove Landgraf

In den zweiachsigen Wagen kann der geforderte Corona-Mindestabstand oft nicht eingehalten werden. Auch die DVB wundern sich über die kleinen Busse.

Die Linie 90 fährt vom Ebertplatz in Löbtau über die Tharandter Straße bis zur Gompitzer Höhe. Gerd (69) und Ingrid Lorenz (70) fahren fast täglich mit. "Mit den großen Bussen geht es. Aber die kleinen zweiachsigen Busse werden oft zu voll.

Seit den Corona-Lockerungen fahren wieder mehr Leute mit, auch Schüler. Dann kommen sich die Leute zu nahe", sagt der schwer kranke Diabetiker.

"Wie soll man denn Abstand halten, wenn der Bus so voll ist? Zweimal konnte ich noch nicht mal einsteigen, da schon zu viele Fahrgäste drin waren."

Das für die Linie 90 zuständige Subunternehmen, die Firma Satra Eberhardt, will sich nicht äußern, verweist auf die DVB. "Wenn dort zweiachsige Busse eingesetzt werden, ist das nicht in Ordnung", sagt DVB-Sprecher Falk Lösch (55).

Für die Linie 90 habe man nur die größeren dreiachsigen Busse beim Subunternehmen bestellt. "Wir gehen dem bereits nach und werden die Firma ins Gebet nehmen."

Auf weniger frequentierten Strecken setzen die DVB auch selbst zweiachsige Busse ein, etwa für die Linien 85, 87, 88. Das sei allerdings auch schon vor Corona so gewesen und habe mit dem Virus nichts zu tun, so Lösch. Grundsätzlich könne im ÖPNV nicht in allen Situationen ein Mindestabstand sichergestellt werden.

Titelfoto: Ove Landgraf

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