Impf-Zentrum schließt heute: Wie will Dresden jetzt weitermachen?

Dresden - Am heutigen Freitag ist Schluss! Zum letzten Mal öffnet das Dresdner Impfzentrum in der Messe von 8 bis 18 Uhr seine Türen, um Impfwilligen mit und ohne Termin (Letzteren nur bis 17 Uhr) den schützenden Piks zu verabreichen. So hat es der Freistaat entschieden. Das Rathaus arbeitet aber an Alternativen.

Kurz vor der Schließung wollen sich noch hunderte Personen im Dresdner Impfzentrum den Piks holen.
Kurz vor der Schließung wollen sich noch hunderte Personen im Dresdner Impfzentrum den Piks holen.  © Thomas Türpe

"Leider konnten wir das Impfzentrum nicht behalten", sagt Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Kaufmann (44, Linke).

Dessen Leistungen müssen deshalb "auf breite Schultern in der Fläche verteilt werden". Denn noch immer kommen viele Leute zur Messe. Etwa 1000 Personen werden nach DRK-Angaben derzeit täglich dort geimpft, von denen etwa ein Drittel ohne Termin kommt.

Zum Vergleich: In ganz Sachsen werden pro Tag derzeit 3000 Menschen geimpft. Insgesamt haben sich seit Januar rund 345.000 Menschen im Impfzentrum oder bei den mobilen Teams in Dresden den Piks abgeholt.

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Die vier Impfteams sollen auch nach der Schließung des Impfzentrums erhalten bleiben.

Von denen sollen laut Kaufmann zwei für die Impfung von Schülern über zwölf Jahren eingesetzt werden und die anderen beiden weiter dezentral unterwegs sein.

Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Kaufmann (44, Linke) und der Leiter des DRK-Impfzentrums lobten die gegenseitige Zusammenarbeit.
Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Kaufmann (44, Linke) und der Leiter des DRK-Impfzentrums lobten die gegenseitige Zusammenarbeit.  © Thomas Türpe

Zusätzlich sollen an den Standorten Trachau und Friedrichstadt des Städtischen Klinikums ab Oktober ein Impfangebot für Kinder und Jugendliche sowie Dresdner mit erhöhtem Beratungsbedarf geschaffen werden. Mit der Uniklinik sei man ebenfalls im Gespräch.

Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe (2)

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