Zukunftskonzept für Dresdens Kliniken: Stadt will halbe Milliarde Euro investieren

Dresden - Um das Städtische Klinikum fit für die Zukunft zu machen, geht Dresden nun den ersten Schritt. Das hat der Stadtrat mit großer Mehrheit beschlossen.

Die Umsetzung des Zukunftskonzeptes 2035 für das Städtische Klinikum kann beginnen.
Die Umsetzung des Zukunftskonzeptes 2035 für das Städtische Klinikum kann beginnen.  © Ove Landgraf

In der sogenannten Phase I des Zukunftskonzeptes sollen bis 2025 am Standort Friedrichstadt umfangreiche Bau- und Sanierungsvorhaben durchgeführt, die Geburtshilfe und Kardiologie in Trachau ausgebaut und das Zentrum für Psychische Gesundheit am Weißen Hirsch entwickelt werden.

Allein in Bühlau wird das knapp 100 Millionen Euro kosten. Nach Jahren des Stillstands mache der Beschluss eine Zukunft möglich, sagte SPD-Stadträtin Viola Vogel (43).

Der Haken: Wie es nach der Phase I weitergeht, wurde noch nicht entschieden.

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Die in den Phasen II (ab 2026) und III (ab 2031) vorgesehenen Maßnahmen, die unter anderem die Schrumpfung des Standorts Trachau zum "Gesundheitsquartier mit dem Fokus auf ambulante Versorgung und Senioren" vorsehen, sollen bis 2025 noch einmal vertieft untersucht werden.

Wie die Umsetzung des gesamten Konzepts finanziert werden soll, ist derzeit ebenfalls noch unklar. Das würde eine halbe Milliarde Euro kosten.

Wer die Prozesse als Kaufmännischer Direktor umsetzen wird, ist ebenfalls noch offen. Marcus Polle verlässt das Klinikum zum Jahresende, um Geschäftsführer des Klinikums Dortmund zu werden. Die Nachfolge soll im dritten Quartal entscheiden werden.

Titelfoto: Ove Landgraf

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