Zuwachs fürs Kraftwerk Mitte: Im Schalthaus wird jetzt Kultur gemacht

Dresden - Geschafft! Zwei Jahre nach Baubeginn kann die "Reaktanz", das neue Haus für Medienkultur auf dem Gelände des Kraftwerks Mitte, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Hier wird in Zukunft gewerkelt und kreiert: das Haus der Medienkultur "Reaktanz" auf dem Areal des Kraftwerks Mitte.
Hier wird in Zukunft gewerkelt und kreiert: das Haus der Medienkultur "Reaktanz" auf dem Areal des Kraftwerks Mitte.  © Steffen Füssel

Bereits Anfang des Jahres sind vier Vereine - Medienkulturzentrum Dresden, Deutsches Institut für Animationsfilm, Fantasia und Objektiv e.V. - eingezogen. Durch Corona kann aber erst jetzt Leben komplett einkehren.

Das ehemalige Schalthaus dient nun der Förderung von Kulturarbeit. Und jeder ist eingeladen, aktiv zu werden: "Wir machen etwas mit dem Haus. Nach neun Monaten kann ich sagen, dass das Haus auch etwas mit uns macht", sagt Detlef Graupner, Vorstandsvorsitzender des Medienkulturzentrums.

Die "Reaktanz" lebt von Interaktion. Derzeit findet sogar das "Circuit Control", das internationale Löt-Festival, im Erdgeschoss statt.

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Alwin Weber (36) macht seit zwölf Jahren die Kreativ-Workshops: "Wir sind eine weltweite Community. Ich habe in Mexiko und Israel mit Menschen gelötet. Das gemeinsame Kreativwerden verbindet uns alle", sagt der Dresdner Freigeist.

Kursleiter André Schmidt (61) erstellt an der Station für Flachtrick eine Szene mit Knetfiguren.
Kursleiter André Schmidt (61) erstellt an der Station für Flachtrick eine Szene mit Knetfiguren.  © Ove Landgraf
Besucher schauten sich in dem Raum um, in dem gerade das "Lötfestival" stattfindet.
Besucher schauten sich in dem Raum um, in dem gerade das "Lötfestival" stattfindet.  © Ove Landgraf

Auch Trickfilmfans kommen auf ihre Kosten. Der Verein Fantasia im Obergeschoss gibt kreativen Köpfen die Chance, sich bei der Herstellung von Animationsfilmen auszuleben. "Kleiner Rabe Socke 2.0" sozusagen.

Kein Wunder: Der "Animation Director" der beliebten Trickfilmreihe, Lutz Stützner (64), ist zugleich künstlerischer Leiter des Vereins.

Titelfoto: Steffen Füssel

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