Zweimal spielen statt einmal: Musikfestspiele reagieren auf verknapptes Platzangebot

Dresden - Die Kulturbranche, auch in Dresden, plant aller Unsicherheiten zum Trotz für das nächste Jahr. 
Das Dresdner Festspielorchester mit seinem Chefdirigenten Ivor Bolton (62).
Das Dresdner Festspielorchester mit seinem Chefdirigenten Ivor Bolton (62).  © Oliver Killig

Gleichwohl sind alle Planungen von Corona beeinflusst, besonders die Publikumsveranstaltungen an den gängigen Vorsichtsmaßnahmen ausgerichtet. 

Die Dresdner Musikfestspiele, die zwischen 14. Mai und 12. Juni unter dem Motto "Dialoge" stattfinden wollen, reagieren auf die veränderten Bedingungen mit veränderten Konzepten.

Knackpunkt ist das Missverhältnis von Angebot und Nachfrage, das in manchen Fällen deutlich zugunsten der Nachfrage und zuungunsten des Angebots ausfällt. "Es gibt einige Konzerte, die schon jetzt ausverkauft sind", so Festival-Sprecherin Nicole Czerwinka zu TAG24.

Alle Konzerte der Musikfestspiele sind den Corona-Schutzbestimmungen zufolge mit verminderten Auditorien geplant. Je weniger Karten in den Handel kommen, desto schneller sind die betreffenden Kontingente an der Vorverkaufskasse erschöpft. 

Betroffen, so Czerwinka, seien vor allem Konzerte in kleineren Spielstätten.

Geplante Konzerte

Um einerseits den Schutzmaßnahmen Genüge zu tun und andererseits das Publikumsinteresse zu befriedigen, setzen die Festival-Verantwortlichen nun auf das Prinzip Doppelkonzert. Statt einmal wird zweimal gespielt. 

Zunächst gilt das für die Konzerte der Pianistin Tiffany Poon (18. Mai, 17 und 19.30 Uhr, Schloss Wackerbarth), des Brentano Quartetts (22. Mai, 17.30 und 19 Uhr, Palais im Großen Garten), den Duo-Abend mit Katja Riemann und Sebastian Knauer (25. Mai, 17 und 19.30 Uhr, Hygiene-Museum) sowie das Beethoven-Programm des Dresdner Festspielorchesters (5. Juni, Kulturpalast, 11 - anstelle des Werkstattkonzerts - und 19.30 Uhr).

Weitere Doppelansetzungen könnten folgen. Auch mit der Möglichkeit von Open-Air-Varianten beschäftige man sich zurzeit, sagt Nicole Czerwinka. Spruchreif sei aber noch nichts.

Titelfoto: Oliver Killig

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