Sexpertin nennt paradoxen Grund, wieso Frauen keine Lust mehr auf den Partner verspüren

Sydney - Nadia Bokody hat wilde Zeiten hinter sich, in denen sie regelmäßig mit verschiedenen Männern intim wurde. Das Interesse der Mittdreißigerin an Liebe, Sex und Zärtlichkeit ist geblieben. In ihrer Kolumne für New Zeland Herald widmet sich die Australierin dem Thema Geschlechtsverkehr in Langzeit-Beziehungen.

Nadia Bokody macht sich Gedanken, wieso die weibliche Erregung in Langzeit-Beziehungen abnimmt.
Nadia Bokody macht sich Gedanken, wieso die weibliche Erregung in Langzeit-Beziehungen abnimmt.  © Bildmontage: Facebook Screenshot Nadia Bokody

Zunächst spricht die Frau mit dem markanten Kurzhaarschnitt von der Phase einer Partnerschaft, in der sich Liebende regelmäßig vor Lust die Kleider vom Leib reißen wollen. Allerdings weicht die Begierde mit der Zeit dem Stress des Alltags, wodurch es zu sexlosen Phasen kommen kann.

Mithilfe von wissenschaftlichen Untersuchungen erklärt Bokody dies wie folgt.

"Es ist ein allgegenwärtiges Phänomen, das Psychologen als 'Intimität-Wunsch-Paradoxon' bezeichnen, weil ziemlich frustrierend - genau das, wonach wir uns in einer neuen Beziehung am meisten sehnen (Nähe, Sicherheit, Geborgenheit) im Gegensatz zu dem steht, was erforderlich ist, um unser Interesse daran aufrechtzuerhalten (gewöhnlicher heißer Sex)."

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Einfach gesagt: Vertrautheit tötet das Verlangen.

Nadia Bokody stellt außerdem heraus, dass Studien abdecken, dass mit einer längeren Beziehungsdauer auch die weibliche Erregung und sexuelle Befriedigung der Damenwelt abnehmen würde.

Wie Paare den Schwung ins Liebesleben zurückbringen können

Sexlose Phase? Nehmt Euren Partner wieder als Individuum mit eigenen Bedürfnissen wahr und die Intimität kann Stück für Stück zurückkehren.
Sexlose Phase? Nehmt Euren Partner wieder als Individuum mit eigenen Bedürfnissen wahr und die Intimität kann Stück für Stück zurückkehren.  © 123RF / estradaanton

Einen Einfluss darauf hätte auch die Zunahme an Tätigkeiten im Haushalt - vor allem wenn Paare zusammenziehen.

Ein im Journal of Sex and Marital Therpy veröffentlichter Artikel beweise, dass von Frauen häufig erwartet werde, dass sie die Rollen von Mutter, Ehefrau und Angestellter übernehmen müssten, was eher "desexualisierend" sei.

Einen Vorschlag wie Pärchen in langen Beziehungen wieder Schwung ins Liebesleben bringen, hat die Journalistin dennoch. So hätten Untersuchungen ergeben, dass Paare, die die Hausarbeit gerecht verteilen auch ein befriedigenderes Sexualleben hätten.

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Denn wenn der Partner oder die Partnerin als "eigenständige Person mit eigenen Interessen, Träumen und Wünschen" gesehen werde, könne dies der Schlüssel zum Wunsch nach mehr Intimität sein.

Titelfoto: Bildmontage: Facebook Screenshot Nadia Bokody

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