Hat ein Reichsbürger seinen Vermieter und dessen Begleiter mit einer Waffe bedroht?

Sondershausen - Eine Festnahme und der Fund von Waffen und Munition sind das Ergebnis eines zweitägigen Polizeieinsatzes in Sondershausen im Kyffhäuserkreis.

Zwei Tage lang durchsuchte die Polizei ein Gartenhaus in Sondershausen im Kyffhäuserkreis. (Symbolbild)
Zwei Tage lang durchsuchte die Polizei ein Gartenhaus in Sondershausen im Kyffhäuserkreis. (Symbolbild)  © Andreas Arnold/dpa

Am Dienstag (15. Dezember) nahmen die Beamten gegen Mittag einen 55-Jährigen in einem Gartenhaus in Sondershausen fest.

Wie die Polizei mitteilte, ist er den Ordnungshütern als sogenannter Reichsbürger bekannt. Dem Mann wird vorgeworfen, seinen Vermieter und dessen Begleiter körperlich attackiert und mit einer Waffe bedroht zu haben.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich bei der Waffe um eine scharfe Schusswaffe gehandelt haben könnte.

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Nach der Festnahme durchsuchten die Polizisten - in Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft in Mühlhausen - zwei Tage lang das Gartenhaus mit dem dazugehörigen Grundstück und fanden neben zahlreichen erlaubnisfreien Waffen auch Materialien, die auf den Handel und Anbau von Betäubungsmitteln hinweisen.

Tag 2: Polizei findet geladenen Revolver

Am Mittwoch mussten die Durchsuchungsmaßnahmen fortgesetzt werden, weil am Tag zuvor die Waffe, mit der der Reichsbürger Vermieter und dessen Begleiter bedroht haben soll, nicht gefunden werden konnte.

Im Laufe des Tages konnte die Polizei den Angaben zufolge einen geladenen Revolver mit dazugehöriger Munition im Gartenhaus finden und beschlagnahmen. Darüber hinaus stellten die Beamten einen Geldbetrag in vierstelliger Höhe sicher.

Auf Weisung der Staatsanwaltschaft wurde der 55-Jährige nach dem Auffinden der Waffe wieder freigelassen. Die Ermittlungen dauern an.

Der 55-Jährige muss sich außerdem auch wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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