Leichenfund in Gößnitz: Deshalb werden die Ermittlungen wohl bald eingestellt

Gößnitz - Das Ermittlungsverfahren nach dem Fund einer toten Frau im ostthüringischen Gößnitz wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft nach aktueller Einschätzung "sicher eingestellt werden".

Polizeibeamte fanden die vermisste Frau Ende Juni leblos in ihrer Wohnung. (Symbolbild)
Polizeibeamte fanden die vermisste Frau Ende Juni leblos in ihrer Wohnung. (Symbolbild)  © 123RF/animaflorapicsstock

Die polnische Polizei habe einen Suizid des mutmaßlichen Täters gemeldet, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera am Montag.

Sobald die offizielle Bestätigung - unter anderem in Form einer Sterbeurkunde - vorliege, werde das Verfahren eingestellt. Bis dahin werde weiter geprüft, ob das bisherige Ermittlungsergebnis mit der Spurenlage und den Erkenntnissen übereinstimme.

Die 46 Jahre alte Frau war von ihrer Tochter in Polen als vermisst gemeldet worden. Die Polizei fand sie tot in ihrer Wohnung im Altenburger Land.

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Die Obduktion der Toten hatte nach Angaben der Ermittlungsbehörde ergeben, dass sie mit einem Kabel stranguliert worden war. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen des Verdachts auf Totschlag.

"Als Motiv kann eine Beziehungsproblematik angesehen werden", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über versuchte Suizide oder Selbstverletzungen. Da es in diesem Fall aber ein Ende des Ermittlungsverfahrens bedeuten könnte, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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