SEK-Einsatz wegen 3G-Nachweis: Jäger bedroht Mitarbeiter mit einer Waffe

Weimar - In Weimarer Land ist das Spezialeinsatzkommando (SEK) nach einer Drohung eines Jägers gegenüber einem Mitarbeiter des Thüringer Landesverwaltungsamtes ausgerückt - Grund soll Unmut über die 3G-Regel in der Corona-Pandemie gewesen sein.

Die Polizei nahm den Jäger vorläufig fest. Inzwischen ist er wieder auf Weisung der Staatsanwaltschaft auf freien Fuß.
Die Polizei nahm den Jäger vorläufig fest. Inzwischen ist er wieder auf Weisung der Staatsanwaltschaft auf freien Fuß.  © Johannes Krey - JKFOTOGRAFIE & TV

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wollte der 60-Jährige Akten zur seiner Arbeitsstätte im Landesverwaltungsamt bringen, allerdings konnte er am Eingang keinen 3G-Nachweis vorweisen und wurde von einem Mitarbeiter am Eingang abgewiesen.

Der Mann bedrohte daraufhin den Mitarbeiter mit einer Waffe und kündigte an, mit einem Sturmgewehr zurückzukehren. Daraufhin ließ ihn der Angestellte rein - und rief die Polizei.

Die Beamten fuhren zur Adresse des Verdächtigen. Da es sich bei dem Gesuchten um einen Jäger handelte und dieser Zugang zu Waffen habe, entschied man sich dazu, das SEK zum Einsatz zu bringen.

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Diese umstellten das Haus und nahmen Kontakt mit dem 60-Jährigen auf. Durch ein Gespräch konnte der Jäger dazu bewegt werden, das Gebäude eigenständig zu verlassen. In der Folge wurde der Mann vorläufig in Gewahrsam genommen und weitere Waffen in seinem Haus sichergestellt.

Auf Weisung der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde der 60-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. Während des Einsatzes sperrte die Polizei die Zufahrtsstraße zum Wohngebiet. Anwohner mussten eine Umleitung fahren. Zur Absicherung der Maßnahmen waren auch ein Rettungswagen sowie ein Notarzt im Einsatz.

Es wurde Anzeige wegen Bedrohung gegen den Jäger erstattet. Verletzt wurde niemand.

Titelfoto: Johannes Krey - JKFOTOGRAFIE & TV

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