Für oder gegen die Corona-Maßnahmen: Fast 27.000 Thüringer gingen am Montag spazieren

Gera - Thüringenweit kam es am Montag zu zahlreichen Demonstrationen. Die Polizei zählt insgesamt 77 Aktionen. Eine Beamtin ist vorläufig dienstunfähig.

Gera bleibt Thüringens Demo-Hochburg: Laut Polizeiangaben gingen hier am Montag 3100 Menschen auf die Straße.
Gera bleibt Thüringens Demo-Hochburg: Laut Polizeiangaben gingen hier am Montag 3100 Menschen auf die Straße.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Wie die Landespolizeidirektion Thüringen mitteilte, beteiligten sich etwa 26.500 Maßnahmenkritiker und Gegendemonstranten an 66 nicht angemeldeten Kundgebungen und Aufzügen sowie an 11 angemeldeten Versammlungen.

Die meisten Demonstranten kamen wie schon in den Vorwochen in Gera zusammen. Hier gingen etwa 3100 Menschen auf die Straßen. Auch in Saalfeld und Altenburg kam es mit je 1700 Personen zu einem größeren Protestgeschehen.

Weitere größere Kundgebungen gab es in Gotha (etwa 1300), in Jena und Ilmenau (je etwa 1200), in Hermsdorf und Arnstadt (je etwa 1000) sowie in Bad Salzungen (etwa 950) und Meiningen (etwa 900).

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Nach Polizeiangaben missachtete die überwiegende Zahl der Protestierenden während der Zusammenkünfte die geltenden Infektionsschutzregeln.

Am Montag wurden seitens der Polizei 165 Platzverweise ausgesprochen und mehr als 40 Strafanzeigen sowie über 350 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeit erstattet.

Nach ersten Erkenntnissen sollen bei den Demonstrationen am Montag neun Einsatzkräfte verletzt worden sein. Eine Beamtin ist vorläufig dienstunfähig.

Wie die Redaktion von TAG24 erfuhr, kam es bei einer Demonstration in Weimar auch zu einem Angriff auf Pressevertreter.

In Weimar schlug die Stimmung mitunter um. Es kam auch zu einem Angriff auf Pressevertreter.
In Weimar schlug die Stimmung mitunter um. Es kam auch zu einem Angriff auf Pressevertreter.  © JKFOTOGRAFIE & TV

Die Thüringer Polizei wurde zu Wochenbeginn von 250 Bundespolizisten unterstützt.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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