Judenstern mit Aufschrift "Ungeimpft" getragen: sattes Bußgeld für Rentnerin

Erfurt - Weil sie auf einer Demonstration in Erfurt einen Judenstern mit der Aufschrift "Ungeimpft" getragen hat, soll eine Frau nun ein saftiges Bußgeld von 1200 Euro bezahlen.

Das Tragen eines Judensterns mit der Aufschrift "Ungeimpft" hat für eine Rentnerin erhebliche Konsequenzen. (Symbolfoto)
Das Tragen eines Judensterns mit der Aufschrift "Ungeimpft" hat für eine Rentnerin erhebliche Konsequenzen. (Symbolfoto)  © Christophe Gateau/dpa

Wie aus einem Bericht des "MDR" hervorgeht, hat die Staatsanwaltschaft der Dame Volksverhetzung vorgeworfen und sie deshalb angeklagt.

Da die Rentnerin in der Folge nicht zu der Gerichtsverhandlung erschien, erließ das Amtsgericht Erfurt einen Strafbefehl gegen die Dame.

Legt sie dagegen Einspruch ein, würde es zu einem neuen Verhandlungstermin kommen.

Der Judenstern bzw. dessen Bezeichnung wurde 1935 eingeführt. Mit dem Tragen des Sternes sollten die Juden stigmatisiert und aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden.

In der Corona-Pandemie wurde der Stern vor allen von Impfgegnern und Corona-Leugnern verwendet.

Die jüdische Gemeinde oder auch KZ-Gedenkstätten kritisierten das Tragen eines Judensterns und bezeichneten es als Verharmlosung des Holocausts.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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