Knackig, würzig, lecker: Thüringer Bratwurst auf dem Weg zum Kulturerbe?

Erfurt - Mit vier Einträgen ist Thüringen bereits in der nationalen Kulturerbeliste vertreten. Doch es gibt wieder neue Vorschläge. Mit dabei ist auch die Thüringer Bratwurst.

Die Thüringer Rostbratwurst wurde für die Aufnahme in das Kulturerbe der Unesco vorgeschlagen. (Symbolbild)
Die Thüringer Rostbratwurst wurde für die Aufnahme in das Kulturerbe der Unesco vorgeschlagen. (Symbolbild)  © Michael Reichel/arifoto UG/dpa-Zentralbild/dpa

Die Bratwursttradition in Thüringen und Umgebung soll Kulturerbe der Unesco werden.

Sie gehört nach Angaben der Staatskanzlei zu acht Vorschlägen aus Thüringer Regionen, die sich um die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis "Immaterielles Kulturerbe" bewerben. Damit wird etwa lokales Brauchtum und traditionelle Handwerkskunst bezeichnet.

Auch die Kindergartenidee nach Friedrich Fröbel (1782-1852), der in Bad Blankenburg 1840 den ersten Kindergarten gegründet hatte sowie die Ende des 19. Jahrhunderts begründete Tradition der Gartenzwerg-Herstellung in Gräfenroda stehen unter anderem auf der Vorschlagsliste.

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Alle eingereichten Vorschläge werden nun zunächst von einer Fachjury des Landes begutachtet.

Anschließend werden die vier aussichtsreichsten Bewerbungen an die Bundesebene weitergeleitet, wo sie vom Expertenkomitee der deutschen Unesco-Kommission bewertet werden.

Die Entscheidung über die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis treffen bis Anfang 2023 die Kultusministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur.

Thüringen ist bereits mit vier Einträgen auf der nationalen Kulturerbeliste verzeichnet.

Hierzu zählen der Eisenacher Sommergewinn, die Palmsonntagsprozession in Heiligenstadt, der Christbaumschmuck aus Lauscha und das Skatspiel aus Altenburg.

Titelfoto: Michael Reichel/arifoto UG/dpa-Zentralbild/dpa

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