Auf der Suche nach dem Suhler Brandstifter: Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Suhl - Eine Brandserie hat die Anwohner in der Suhler Aue II in Aufregung versetzt. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren. Und die Wohnungsgesellschaft hat eine Belohnung ausgesetzt.

Nach den Brandanschlägen in der Suhler Aue ermittelt eine mehrköpfige Sonderkommission.
Nach den Brandanschlägen in der Suhler Aue ermittelt eine mehrköpfige Sonderkommission.  © News5/Ittig

Vier Tage sind seit dem letzten Brandanschlag vergangen. Vier Tage, an denen nichts passiert ist. Vier Tage, an denen Anwohner verschont wurden.

Eine gewisse Angst dürfte dennoch geblieben sein, nachdem am vergangenen Freitag, Samstag und am Montag die Feuerwehr zu ein und demselben Hochhaus ausrücken musste - zu dem Elfgeschosser in der Würzburger Straße.

Wie eine Sprecherin der Landespolizei-Inspektion Suhl am Freitag gegenüber TAG24 mitteilte, laufen die Ermittlungen weiterhin auf Hochtouren.

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Und die zuständige Wohnungsgesellschaft Gewo?

Die hatte zuletzt eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro für Hinweise auf den oder die Täter ausgesetzt. Es ist das erste Mal in der Geschichte der städtischen Wohnungsgesellschaft, dass eine Belohnung für Hinweise auf einen Brandstifter ausgesetzt wurde.

Auch das Thema Videoüberwachung ist noch nicht vom Tisch, wie die Redaktion am Freitag erfuhr. Zuletzt hatte sich Gewo-Geschäftsführer Thomas Hertha gegenüber der Zeitung "Freies Wort" nicht so überzeugt davon geäußert.

Wird jetzt mit Kameras aufgerüstet?

"Die Erfahrungen zeigen, dass bei krimineller Energie wie in diesen Fällen auch solche Vorkehrungen kaum hilfreich sind. Wer es bewusst auf Brandstiftung dieser Art abgesehen hat, lässt sich auch dadurch nicht abhalten oder sucht sich andere Ziele", wurde er in einem Beitrag der Lokalpresse zitiert.

Am Freitag versicherte Hertha, dass man sich "noch einmal mit Evaluationsstudien zur Videoüberwachung auf kriminalitätssenkende Effekte hin beschäftigen" werde.

Um Brandstiftung präventiv entgegenzuwirken, habe man die Mieter zudem sensibilisiert, "ausschließlich berechtigten Personen Zutritt zu gewähren".

Der Sachschaden in der Würzburger Straße beträgt nach den drei Bränden insgesamt rund 100.000 Euro.

Titelfoto: News5/Ittig

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