Corona-Protest vor dem Jenaer Uni-Klinikum: Klinik-Vorstand äußert Kritik

Jena - Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) hat mit Kritik auf eine Protestaktion gegen die Corona-Politik vor dem Klinikum reagiert.

In Jena war es am Montag an verschiedenen Orten auch zu Gegen-Demonstrationen gekommen.
In Jena war es am Montag an verschiedenen Orten auch zu Gegen-Demonstrationen gekommen.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Das Personal kämpfe an vorderster Front in dieser Pandemie und brauche in dieser herausfordernden Zeit die Solidarität und Unterstützung aller Thüringer, äußerte der medizinische Vorstand des UKJ, Otto Witte, am Dienstag.

"Aktionen wie diese in unmittelbarer Nähe der Patientenversorgung, durch die Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten verunsichert werden, sind daher unangemessen", erklärte der Neurologe.

Bei den landesweiten Protesten gegen die Pandemie-Schutzmaßnahmen am Montagabend hatten sich nach Polizeiangaben auch etwa 120 Menschen vor dem Haupteingang des Klinikums zum Protest versammelt.

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In dem Gebäudekomplex befinden sich auch die Frauenklinik mit Geburtsstation und die Kinderklinik. Die Gruppe sei dann durch das Wohngebiet Jena-Lobeda gezogen und dabei auf rund 200 Personen angewachsen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Der Zug sei von der Polizei gestoppt und aufgelöst worden.

In Jena waren auch Menschen gegen die regelmäßigen Proteste gegen die Corona-Maßnahmen auf der Straße. Unter dem Motto "Ausspaziert" hatte das Bündnis "Jena solidarisch" zu Kundgebungen an verschiedenen Orten in der Innenstadt aufgerufen. Die Veranstalter hatten nach Angaben der Stadt Ausnahmegenehmigungen für die Versammlungen.

Laut Thüringer Corona-Verordnung sind Kundgebungen derzeit eigentlich auf 35 Menschen begrenzt.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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