"Endlich": Dafür appelliert jetzt Thüringens Ministerpräsident

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hat Redebedarf! Auf Twitter forderte er am Montag dazu auf, "endlich wieder lauter" über ein Thema zu sprechen.

Armut und Reichtum, Vermögenssteuer und Vermögensabgabe: Darüber muss aus Sicht von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) "endlich wieder lauter" geredet werden. (Archivbild)
Armut und Reichtum, Vermögenssteuer und Vermögensabgabe: Darüber muss aus Sicht von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) "endlich wieder lauter" geredet werden. (Archivbild)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Keine Frage: Wer die Verantwortung für ein Bundesland trägt, der dürfte wohl des Öfteren Redebedarf haben. Sei es in Sachen Wirtschaft, Bildung oder Umwelt. Insbesondere in der nun schon seit fast zwei Jahren anhaltenden Pandemie dürfte so manches Themengebiet noch heißer und intensiver diskutiert werden als vor Corona.

Einer, der seine Meinung nicht selten auch in den sozialen Netzwerken kundtut, ist Bodo Ramelow. Auf Twitter schrieb er: "Corona zeigt, was vor Corona schon falsch war. Wir müssen endlich wieder lauter über Armut und Reichtum reden und der Staat muss aktiv ausgleichen: Vermögenssteuer & Vermögensabgabe!"

In seinem Post ist ein Beitrag der Tagesschau verlinkt. Darin geht es um einen Bericht von Oxfam - eine nach eigenen Angaben internationale "Nothilfe- und Entwicklungsorganisation", die weltweit Menschen mobilisiere, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden.

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In einem aktuellen Bericht der Oxfam heißt es, dass sich die soziale Ungleichheit in der Corona-Pandemie verschärft habe. Während sich das Vermögen der zehn reichsten Milliardäre verdoppelt habe, lebten über 160 Millionen Menschen zusätzlich in Armut.

Von der Bundesregierung fordert Oxfam Deutschland, Konzerne und sehr Vermögende stärker in die Verantwortung zu nehmen. Dabei soll die Vermögensteuer wieder eingeführt werden. Zudem wird die Prüfung einer Vermögensabgabe gefordert.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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